Toolineedu, das EDE, Grohe & die anderen Saiten im Online-Direktvertrieb

Teile diesen Beitrag in...

Wuppertal, 06. September 2017. Es gibt Momente, in denen ich unsicher bin, ob mir etwas einen Blogbeitrag wert ist, oder eben nicht. Die neuerlichen Entwicklungen in der Hauptstadt des B2B E-Commerce Frohsinns, Wuppertal, gehören dazu. Seit einigen Wochen schon schwelt das Gerücht, dass Toolineo nun direkt online an Endkunden verkauft, mit eigener Nummer beim EDE, so ganz ohne die Mitglieder einzubeziehen. Ganz nach dem Motto: Wenn das Geschäft schon nicht fliegt, dann muss es eben schwimmen lernen. Jüngste Berichte aus gut informierten Quellen bestätigen nun, dass sich Toolineo mit diesem krassen Strategiewechsel freischimmen will. UND: Hat das EDE noch mehr Gefallen am Online-Direktvertrieb gefunden, als nur bei Toolineo?

Ob das gelingen wird, ist fraglich. Am EDE wird das ganze Dilemma eines etablierten Unternehmens deutlich, das zusehens an der Herausforderung digitaler Vertrieb zugrunde geht. Dass es sich dabei um eine “Verbundgruppe” handelt, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Wer das PVH-Magazin des EDE ab und zu durchblättert oder regelmäßig Auszüge davon geschickt bekommt (Danke an die aufmerksamen Leser), der kann dem EDE keine Untätigkeit in Sachen E-Commerce und digitaler Vertrieb vorwerfen. So richtig gebracht hat es bisher keinem etwas. Weder dem Verband, noch den Mitgliedern. Toolineo ist nach wie vor ein Flop, hat kaum neue Händler und gerade mal 7.000 Produkte mehr als zu Jahresbeginn. Allein die oberflächliche Betrachtung der Entwicklung der Besucherzahlen auf Toolineo zeigt: keine Entwicklung, sondern Verschiebung auf der Horizontalachse.

Das EDE und seine über 1.000 Mitglieder generieren jährlich ca. 5,5 Mrd. Euro Handelsvolumen im PVH (EDE mene Miste: Was will die Verbundgruppe mit Toolineo erreichen?). Das EDE kauft ein, die Händler sind sozusagen der Vertrieb des EDE. Im Hintergrund verdient EDE Geld mit der Zentralregulierung über eine eigene Bank, der ETRIS Bank. Im Endeffekt ist das EDE also eine Bank mit angeschlossenem Handelsgeschäft, das genug Volumen produzieren muss, um vernünftigen Ertrag abzuwerfen. Wenn nun also der Vertrieb über die überwiegend klassischen Kanäle der Händler nicht mehr funktioniert – Wachstum 2016 +1,1% – dann degeneriert über kurz oder lang die Haupteinnahmequelle. Soweit, so ungut für den EDE.

Nun nimmt man also das selbst mit viel PR-Tamtam zum “Flagschiff” auserkorene, gescheiterte Marktplatzmodell Toolineo (Toolineo: Ich glaub es gEDEht schon wieder los) und baut es zum Online Händler um. Kann das ein cleverer Move sein? Wohl kaum. Um zu beleuchten, warum ich glaube, dass das so ist, habe ich mal versucht, das Unterfangen aus mehreren Perspektiven zu beleuchten:

Die Herstellersicht: Was machen wir eigentlich hier?

Toolineo prahlt heute damit, über 60 Marken auf seiner Plattform anzubieten, dazu nochmal über 60 weitere, die “in naher Zukunft” (ca. 2-3 Jahre? Anm. d. Autors) auf der Plattform vertreten sein werden. Aus Herstellersicht muss man sich schon mal fragen, warum man hier mitmischt. Ohne es zu wissen, gehe ich davon aus, dass die Teilnahme an der Plattform wohl nicht ohne zusätzlichen Werbekostenzuschuss vonstatten gehen dürfte. D.h., Hersteller müssen sich einkaufen. Große Hersteller wie Bosch & Co. dürften sich dabei wohl mittlerweile denken “Wir machen sowieso alles mit, und gegen unsere Investments in Amazon sind das Peanuts.” Andere Hersteller dürften wohl nach wie vor eine gewissen Abhängigkeit vom EDE spüren und machen wohl eher aus Höflichkeit mit. Also so, dass man kaum sagen kann, ob das im Gesicht des Hersteller-Vertriebsleiters ein Lächeln oder eher ein Zähneknirschen ist. 

Von den meisten Herstellern, mit denen ich mich 2017 unterhalten habe, erntet man beim Thema Toolineo nur Schulterzucken. Für Hersteller ist es ein bisschen wie der Geburtstag der dicken Tante Hilda 2. Grades: Man geht halt hin, ist ein Stück Grünkerntorte (ohne Sahne) und hofft, dass es bald vorbei ist. Ich habe zumindest noch keinen Hersteller gesehen, der sich Gedanken um eine “Toolineo-Strategie” macht, eher um eine Amazon-Strategie. Der ROI dürfte sich für die Hersteller deutlich in Grenzen halten. Aus Herstellersicht ist die Messe online gelesen. Dass Contorion nun zur Hoffmann Group gehört, (Hoffmann kauft Contorion: Eine erste Analyse der Spree-Isar-Connection) sehen viele eher als Glücksfall denn als Malus. Mein Lieblingsspruch hierzu stammt aus dem Jahre 2015, von einem alten Vertriebshasen, seineszeichens Vertriebsleiter eines Werkzeugherstellers: “Wir werden den traditionellen PVH nicht digitalisieren können.”

Die Händlersicht: Zu den Waffen, Brüder!

Ich teile die Ansicht, dass der überwältigende Anteil der Fachhändler weitaus zu wenig tut, das zukünftige Geschäftsmodell und somit die zukünftigen Erlösströme zu entwicklen. Dass ihnen aber der Online-Direktvertriebsansatz des EDE die Zornesröte ins Gesicht treibt, kann ich mehr als verstehen. Erst klatscht einem Amazon täglich Elektrowerkzeug unter Fachhandels-EK ins Gesicht, jetzt hagelt es zukünftig sozusagen von hinten auch noch Kopfnüsse. Dass man da als Händler die Lust bekommt, mit brennenden Fackeln bewaffnet auf den EDE-Platz in Wuppertal zu marschieren, kann ich gut verstehen. Einzig die EDE-Mitglieder, deren Hauptgeschäft nicht aus dem Verkauf von Werkzeugen etc. besteht, dürften noch einigermaßen entspannt bleiben. “Baumaschinen kann man nicht durch den Draht beamen” dürfte noch zwei, drei Jahre halten, bevor dieser Branche (stellvertretend für alle anderen) auch das große, digitale Hallo! ins Haus steht.

Zwar konnte man spätestens Ende 2014, als sich Contorion vom Marktplatzmodell, u.a. wegen der großen Komplexität, verabschiedete, schon absehen, dass “Marktplatz-Gegenpole” zu Amazon nicht aus dem Quark kommen, trotzdem ist Irritation bei den Händlern vorprogrammiert. Im Endeffekt zahlen sie die ganze Toolineo-Veranstaltung mit ihren Umsätzen beim EDE. In diesem Fall zahlen Sie einen potenziellen, weiteren Sargnagel.

Die Erfolgsaussichten Toolineos

Steile These: Wer es bisher nicht geschafft hat, vernünftiges Online-Marketing und Reichweite aufzubauen, der wird das morgen nicht deshalb schaffen, weil er den Händlern auf seiner Plattform Konkurrenz macht. Schon aus den oberflächlichsten Recherchen zu Toolineo geht einigermaßen deutlich hervor, dass hier tatsächlich mehr gekleckert als geklotzt wird. 12 Mitarbeiter (!!!) sind laut XING bei Toolineo, geschätzt sind also sind im besten Fall insgesamt 30 Leute auf der eigenen Payroll. Natürlich kann man sich hier eine Menge externer Dienstleister hinzuziehen, dann kann man jedoch auch nicht mehr von a) eigener Kompetenz oder b) einem verteidigbaren Wettbewerbsvorteil sprechen.

Bei den DCDNet Treffen zur Contorion-Hoffmann-Übernahme (Recap DCDnet Special: Hoffmann kauft Contorion) haben wir darüber gesprochen, dass der größte Kostenblock bei Contorion wohl Marketing sein muss. Contorion hat laut aktueller Bilanz einen Cash-Burn von ca. 1 Mio. Euro im Monat. Ob das EDE bereit ist, ebenfalls diese Summen aufzufahren, um über einen vergleichbaren Zeitraum (2-3 Jahre) auch auf ca. 50 Mio. Euro Jahresumsatz zu kommen, wie Contorion? Das Geld wäre sicherlich da, jedoch darf man mehr als überrascht sein, wenn sich ein Einkaufsverband aus dem Bergischen Land, der bisher nur überschaubare Beteiligungen unterhält, als Venture Capital Virtuose entpuppt.

Obwohl –  da war doch was: Verkaufen das EDE und Grohe online direkt?

Anscheinend bleibt man beim Ausprobieren neuer Geschäftsmodelle in Wuppertal seiner neuen Linie treu: Online – direkt. Unter www.kitchentec-armaturen.de (Was für ein Name, was für eine URL) werden “Hochwertige Küchenarmaturen eines führenden Markenherstellers” angeboten online direkt zum Kauf angeboten. Soweit, so mysteriös.

Das Impressum zeigt deutliche Nähe zum EDE (Quelle: Screenshot Kitchentec-armaturen.de)
Das Impressum zeigt deutliche Nähe zum EDE (Quelle: Screenshot Kitchentec-armaturen.de)

Schaut man auf das Impressum, erkennt man, dass sich der Hauptsitz der “KitchenTEC GmbH” am EDE Platz 1 in 42389 Wuppertal befindet. Wer sitzt da nochmal gleich? Ach ja, der EDE! Die eingetragenen Geschäftsführer: Dr. Christoph Grote (so heißt auch ein EDE Geschäftsführer) und Georg Wolf (so heißt u.a. auch der “Leiter strategische Projekte Haustechnik” beim EDE). Die URL des Shops lautet “http://kitchentec.ede-shop.de/“. Joa, merkste selbst, ne? Außerdem: Die Seite, so einfach sie auch ist, ist aus Usability-Sicht SO bescheiden umgesetzt, das könnte mittlerweile auch als Indiz für “EDE” herhalten.

URL zum EDE-Shop.(Quelle: Screenshot Kitchentec-armaturen.de)
URL zum EDE-Shop.(Quelle: Screenshot Kitchentec-armaturen.de)

Wer ist der “Partner in Crime”, also der mysteriöse Hersteller?Mit ein wenig Recherche anhand der Bilder aus der Galerie wird schnell klar: Es handelt sich um den Hersteler Grohe. Jetzt kenne ich mich im Sanitär-Bereich nicht so gut aus, aber irgendwie kommt mir das komisch vor. Erst finden alle den Reuter doof, jetzt verkaufen der EDE und Grohe mutmaßlich in einem Feldversuch online Armaturen. Nicht, dass ich das verwerflich finde, ganz im Gegenteil: Online First!

Als Sanitärhändler würde ich mir aber eventuell schon mal eine Fackel bestellen, z.B. bei Amazon. Beim EDE-Branchentreff am 12. /13. September in Nürnberg dürfte es dank Toolineo und KitchenTEC jedenfalls recht lustig werden.

Grohe goes online & direct (Quelle: Screenshot Kitchentec-armaturen.de)
Die Bildersuche auf Kitchentec-Armaturen liefert eindeutige Ergebnisse. Grohe goes online & direct (Quelle: Screenshot Kitchentec-armaturen.de)
Teile diesen Beitrag in...

154 Kommentare

  1. Klasse Artikel. Es ist wirklich erstaunlich wie dämlich der Großhandel doch im eCommerce agiert. Anstatt endlich zu realsisieren das alte Modelle in den nächsten 5-10 Jahren alle samt auslaufen und man sich Heute (sorry ehrlicherweise Gestern) auf den weg machen muss und hier ordentlich investieren muss…. Ach was solls die Chinesen werden es uns vormachen. Wir können ja dann in 10 Jahren von denen lernen wie es hätte richtig gemacht werden müssen.

    1. Moin Dietmar,
      ich denke, allein mit “ordentlich investieren” ist es gar nicht getan. Das sieht man ja am EDE wunderbar. Ich glaube, man kann denen nicht absprechen, dass nicht ordentlich Geld auf den Tisch gelegt wird. Die Frage ist halt, wo man sein Geld investiert, sprich: welche Strategien man hat, kurz-, mittel und langfristig in Geschäftsmodelle zu investieren. Das Kerngeschäft wächst nicht, hier inkrementelles Wachstum über digitale Kanäle zu erzielen ist schwierig, da man keinen “Durchgriff” auf den Vertrieb hat. Ohne es zu wissen behaupte ich, das EDE wächst im Kern nur über neue Mitglieder. Neue (digitale) Geschäftsmodelle mit starkem Wachstum fehlen oder sind abhängig vom Kerngeschäft. Zudem fehlt mir der Glaube, dass man sich über PVH-Magazinbeiträge hinaus mit KI & Co. beschäftigt. Zusammenfassend könnte man schlussfolgern: Too little, too less, too late.
      Viele Grüße,
      Lennart

    2. Sehr geehrter Herr Hölscher, es ist wirklich erstaunlich, wie dämlich so mancher Kommentar in Bezug auf das Agieren des Großhandels im eCommerce ausfällt. Anstatt endlich zu realisieren, daß die alten Modelle gar nicht alt sind und auch in 10 Jahren und darüber hinaus noch Gewinne erwirtschaften werden, wird hier fleißig die Trauermesse gelesen – allerdings ohne Sarg und ohne Toten. Der Großhandel investiert seit Jahren in seine IT-Struktur, doch scheinbar sind Sie zu ungeschickt, daran Geld zu verdienen. Anders kann ich Ihren Kommentar nicht interpretieren.

  2. Der PVH steht vor der Aufgabe der Digitalisierung. Anstatt das der EDE seinen Händlern auf die Spur hilft – immerhin verdient man ja sehr gut an Ihnen – werden für Unsummen Pseudo-Projekte aus dem Boden gestampft, die von vorneherein zum Scheitern verurteilt sind. Man schafft einen Marktplatz, auf dem sich die Händler eher kanibalisieren (á la Pressuchmaschine) und der nur zu einem Zweck aufgebaut wurde: dem EDE-Zentrallager mehr Auslastung zu verschaffen. Hier steht die eigene hausinterne Politik von vorneherein im Wege – zu Lasten der Händler. Diesen Händlern, nun eh schon “gehörnt” durch die indirekte Finanzierung dieses “Spaßes”, wird nun als Dank noch offen ins Gesicht geschlagen, getreu dem Motto: Du warst der störende Faktor, darfst uns aber weiter bezahlen! Jeder EDE-Händler muss sich fragen, ob man Willens ist, einen weiteren neuen Wettbewerber mit aufzubauen und gegen zu finanzieren. Vielleicht ist das schon die Idee des EDE für die Zeit des prognostizierten Händlersterbens: am Ende überlebt nur der EDE und macht das Geschäft…..

    1. Die Frage ist, ob der EDE a) wirklich helfen kann und b) es seine Aufgabe ist. Ich glaube eher, das “Verbunds-“Geschäftsmodell stößt hier megamäßig an seine Grenzen. Die Händler, die mit dem EDE zusammenarbeiten, müssen das ja irgendwo als Risiko einkalkulieren, dass dieser große Fels vielleicht auch mal losrollt. Dann bin ich entweder weiter oben am Berg (= digital mindestens “gut genug” aufgestellt) oder stehe nicht in der Spur (=spezialisiert, einigermaßen unabhängig vom Produktgeschäft). Wie viele Händler gibt es, die das geschafft haben?

      1. Lieber Herr Paul, darf ich Sie konkret fragen, was Sie damit meinen, wenn Sie schreiben, daß dieser große Fels ( = E/D/E? ) “vielleicht auch mal losrollt”? Ich kann Ihnen bei diesem Szenario nicht folgen. Es wäre doch schön, wenn Sie in Ihrem eigenen Blog mal etwas konkreter werden.

        1. Lieber Herr Vierhaus,

          jetzt ist es aber langsam wirklich mal genug. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass Sie ununterbrochen massregeln. Vielleicht überlassen Sie es mal Herrn Paul (und auch Herrn Graf) was sie schreiben und was nicht. Oder meinen Sie die Herren müssten sich Ihnen gegenüber erklären?

          Sie kämpfen wie ein Löwe – das ist ehrenwert – gut das Sie sich für den Grosshandel einsetzen…
          … aber ehrlich – haben Sie nichts zu tun?

          Wenn man die gesammelten Kommentare der letzten Tage und Wochen von Ihnen liest, muss man ja unweigerlich zu der Erkenntnis gelangen.

          So und jetzt husch husch ins Körbchen und arbeiten!

          1. Hallo Händler, tatsächlich sitze ich gerade in Westerland (Sylt) in der Ferienwohnung und vertreibe mir einen regnerischen Morgen während meines Urlaubs. Da sind Sie mit Ihrem Kommentar leider total auf dem Bauch gelandet.

            Während Sie hier einen “raushauen”, versuche ich das Thema sachlich zu kommentieren. Es bleibt Herrn Paul überlassen, ob er mir antworten möchte oder nicht. Als Blogbetreiber besitzt er selbst genügend Standing und Erfahrung, dies für sich zu entscheiden. Da braucht er am wenigsten Ihre “niedliche” Schützenhilfe. Am besten springen Sie selbst zurück in das Körbchen aus dem Sie gekommen sind.

  3. Verbandsstrukturen mit wirtschaftlich eigenständigen Mitgliedsunternehmen in eine digitale Strategie zu pressen halte ich für mehr als fraglich bzw. nahezu unmöglich.
    Die Bandbreite in allen Verbänden reicht von Unternehmen, die sich digital engagieren wollen und Geld sowie Ressourcen dafür zur Verfügung stellen bis hin zu Unternehmen, die der Meinung sind, man wäre digitalisiert, da man ja eine eigene info@-Mailadresse besitze. Jegliche Form von Preiskanibalisierung führe zum AUS!
    Geld ist bei Mitgliedern und Verbänden vorhanden – nur fehlt es an der gemeinsamen Strategie.
    Was der EDE treibt macht mich jedoch sprachlos. Wenn ein Verband die Thema vollends verfehlt – dann der EDE. Die Geißelung allein sorgt aktuell noch dafür, dass die Mitglieder an Bord bleiben.

    1. Um der klaren Analyse willen sollten wir beim E/D/E nicht von einem Verband und insbesondere nicht von Mitgliedern sprechen. Denn Verbände sind meistens als Vereine organisiert, wohingegen das E/D/E als GmbH agiert. Aus der unterschiedlichen Rechtsform ergeben sich zwei prägnante Unterschiede. Erstens sind die Händler im Verhältnis zum E/D/E als Vertragsnehmer zu sehen und besitzen deshalb kein Mitspracherecht in Belangen der Geschäftsführung. Zweitens handelt es sich bei dem Vermögen des E/D/E ausschließlich um das Eigentum der Gesellschafter und nicht um das Geld der Händler. Während beim Verein alleine die Mitglieder bestimmen, was mit dem Überschuss geschehen soll, entscheiden beim E/D/E ausschließlich die Gesellschafter über die Verteilung bzw. Verwendung des Gewinns – natürlich abzüglich der vertraglich vereinbarten Umsatzboni, die eine Art Gewinnbeteiligung der Händler darstellen. Genau diese “Gewinnbeteiligung” und nicht irgendeine “Geißelung” sorgt dafür, ob die Händler als Vertragsnehmer an Bord bleiben oder nicht. Weil wir es beim E/D/E mithin mit einem ausschließlich vom Gewinn (in der oben definierten Art) getriebenen Modell zu tun haben, funktionieren auch viele Projekte nicht in der gewünschten Weise. Entweder jeder der Beteiligten erfährt einen unmittelbaren monetären Vorteil oder die Sache ist dem Untergang geweiht. Da nun jeder weiß, daß die Digitalisierung kurzfristig kein Moneymaker ist, unterbleibt eine umfassende kollaborative Strategie des E/D/E. Das ist logisch im Sinne von systemimmanent und nachvollziehbar. Deshalb sind hier auch die Fachverbände gefordert, Initiativen zu entwickeln und zwar kostendeckende, aber nicht gewinnorientierte Modelle und Lösungen zu entwickeln, die den Mitgliedern (diesmal den echten) zum Mitmachen angeboten werden. Der VTH-eData-Pool ist eine solche Initiative. Die zunächst zögerliche Haltung der Händler ist nachzuvollziehen, aber sicher nur eine Anfangshürde, die es mit guten Argumenten zu überwinden gilt. Auf den Pool aufbauend kann ich mir noch weitere Projekte der Digitalisierung vorstellen.

      1. Geht es hier um den Artikel bzw. Toolineo oder darum, wer denn der “echtere” oder bessere Verband ist??? Der VTH freut sich sicherlich über Zuwachs durch diese Story, hat man deshalb die besseren Lösungen in Ecom-Fragen für die Händler? Für mich hat der Kommentar einen Beigeschmack von Schleichwerbung.

        1. Moin! Der VTH steht sicherlich im Wettbewerb mit dem EDE, daher kann man es Herrn Vierhaus nicht verübeln, Werbung in eigener Sache zu machen. Daher hat der Kommentar sicher sogar mehr als einen “Beigeschmack” – ist aber meiner Meinung nach legitim und daher darf der da auch stehen.

          1. Lieber Herr Paul, vielen Dank, daß Sie meinen Kommentar nicht gelöscht haben. Es ging mir wirklich nicht um Werbung für den VTH, sondern darum, die Unterschiede festzustellen, um damit zu verdeutlichen, daß Modelle bzw. Projekte wie Toolineo oder KitchenTEC niemals von einem Branchen- bzw. Fachverband initiiert würden. Es gibt leider viele Zeitgenossen, die das E/D/E und den VTH in einen Topf werfen. Das muß im Sinne einer sachlichen Debatte durch Klarstellung verhindert werden.

        2. Wenn wir es nötig hätten, in Blogs für uns zu werben, wäre es schlimm um uns bestellt 😉 Nein, es geht mir nicht darum, wer der bessere oder echtere Verband ist. Das E/D/E hat seine Berechtigung seit 1931 und der VTH hat seine Berechtigung seit 1904, sonst gäbe es aktuell keine Vertragsnehmer dort und keine Mitglieder hier. Es geht darum, welche Aufgaben verschiedene Institutionen aufgrund ihrer juristischen Konstruktion (Rechtsform) gut wahrnehmen und im Gegensatz dazu eher nicht oder bedingt leisten können. Auch Lennart A. Paul stellt in seiner Antwort auf den Kommentar von Mr. Trowtwine (siehe oben) zurecht die Frage, ob das E/D/E bei der digitalen Transformation der Händler wirklich helfen kann und ob es seine Aufgabe ist. Mit einem Projekt wie Toolineo wird das sicherlich nichts, weil sich die Digitalisierung in den Handelshäusern abspielen muss und nicht in einem Onlineshop der Einkaufsgemeinschaft. Ein Projekt wie das eDC trifft das schon eher ins Ziel. Die Produktstammdaten sind für alles, was mit der Digitalisierung zu tun hat, von essentieller Bedeutung. Das E/D/E hat genügend “Argumente”, um die Hersteller zur Bereitstellung der Artikeldaten zu bewegen. Und es ist eine Mannschaft vorhanden, die sich mit dem Thema auskennt. Eigentlich sind das gute Voraussetzungen für den Erfolg des Projektes. Und trotzdem kommen weder das E/D/E noch der VTH mit ihren Datenprojekten in der Geschwindigkeit voran, die man sich erhofft hätte. Die Günde sind vielfältig. Erstens hat der VTH von Anfang an das Konzept verfolgt, dass die Daten ausschließlich von den Herstellern kommen müssen und nicht aus dritten Quellen, die Hersteller die Rechte daran behalten und auch bestimmen können, welcher Händler die Daten bekommen, die im Pool lediglich “veredelt” werden. Zweitens hat der VTH auf Fixkosten verzichtet und sich einen kompetenten Dienstleister gesucht, der den Pool betreibt, sodass der Verband kein “echtes” finanzielles Risiko trägt. Drittens sind die Preise ausschließlich an die Datenmenge geknüpft. Es gibt keine undurchsichtigen Jahrespauschalen oder Nutzungsgebühren. Und trotzalledem verhalten sich Hersteller und Händler – sagen wir einmal – zurückhaltend. Hier sitzen das E/D/E und der VTH quasi in einem Boot, indem sie ähnliche Erfahrungen sammeln müssen.

          Von dem nicht wirklich existierenden Wettbewerb zwischen Fachverbänden und Einkaufsgemeinschaften einmal abgesehen, glaube ich nicht, daß es Großhändler im Bereich der technischen Produkte für gewerbliche Kunden gibt, die in der Zukunft keine Chance haben, wenn sie sich entsprechend der neuen Anforderungen weiterentwickeln. Die Technischen Händler sind an eine solche Weiterentwicklung gewöhnt, weil sie schon in der Vergangenheit viele Veränderungen technischer und organisatorischer Art für ihren Betrieb erleben “durften”. Die Wandlungsfähigkeit kann allerdings sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Vollkommen neue Geschäftsmodelle jenseits vom Großhandel mit allen seinen Ausprägungen und jenseits vom Produktverkauf sehe ich nicht, sondern vielmehr neue Ertragsmodelle innerhalb der bestehenden Strukturen. Hier sind wir alle zusammen noch auf der Suche nach tragfähigen Konzepten, die der Kunde nachfragt, und zwar gegen Bezahlung. Fertige Lösungen können weder die Fachverbände noch die Einkaufsgemeinschaften liefern. Die Fachverbände können allerdings Gesprächsrunden anbieten und Anregungen aus diesen Kreisen ohne eigene Gewinnerzielungsabsichten umsetzen. Mit den heutigen Möglichkeiten der Vernetzung können ohne große Investitionen schlagkräftige Allianzen – auch für einzelne Projekte- gebildet werden, ohne daß man sich tagelang die Köpfe darüber zerbrechen muß, wer das Risiko trägt. Die Fachverbände müßten lediglich die erforderlichen Infrastrukturen schaffen, was man ebenfalls durch Kooperation erreichen könnte, denn untereinander steht man, anders als die Einkaufsgemeinschaften, nicht im Wettbewerb zueinander. Das würde mir persönlich viel Spaß machen. Gemeinsam könnte der Großhandel viel bewegen. Er muß sich seiner Stärke nur bewußt werden und seine Verbände fordern, natürlich alles im Rahmen der geltenden Wettbewerbsregeln. Wäre das ein Vorschlag, Herr/Frau “Anonymous”?

          1. Lieber Herr Vierhaus – Der Handel hat im Internet, außer auf eBay und Amazon keine Chance. Was soll er denn auch als Mehrwert bieten können?

      2. Guten Tag zusammen, als Betreiber des VTH-eData-Pools kann ich wirklich und ehrlich sagen, dass es ausgesprochen zäh war und manche Händler – sagen wir es mal freundlich – die Nase weit oben getragen haben. “Haben” – also in der Vergangenheit. Aktuell wachsen wir – warum denn nur? Wir haben hart argumentiert, hart gekämpft – das darf man nun auch mal sagen und wir entwickeln Tag täglich die Software weiter. Die Anwendung ist mittlerweile nahezu genial. Die Stammsätze haben eine hohe Qualität, die Pflege ist nahezu automatisiert. Wer sich dann noch über die fünf Cent pro Stammsatz incl. Bild beklagt, hat seine Kostenstruktur nicht begriffen. Wir sind ein offenes Netzwerk, jeder kann teilnehmen – Nicht-VTH-Mitglieder zahlen marginal mehr – was will man mehr. Der VTH in Person von Thomas Vierhaus entwickelt sich zum Pionier. Natürlich wissen auch wir, dass sich die Händelr-Welt dramatisch ändern wird. Wir spielen in diesem Transformationsprozess mit. Unser Ziel – führend im Stammdatenbereich zu werden. Unser Angebot: Hohe Qualität bei ehrlichen und fairen Preisen. Konzeptionell sind wir auf der Überholspur – real sowieso sehr weit voraus. Problematisch sind auch ERP-Anbieter, die aufgrund einer veralteten Basissoftware nur mit hohem Aufwand in der Lage sind, Schnittstellen zu einen BMEcat zur Verfügung zu stellen. Dies ist unsere aktuelle Kampfzone. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass wir mit eher kleineren Händlern eine brillante Zusammenarbeit haben, diese ist ausgesprochen innovativ. Reden Sie mal mit diesen Leuten, da hätte die “Kassenzone” und der “Warenausgang” seine helle Freunde. Dieses Segment wird in der Zukunft eine überragende Rolle spielen. Die mittelständisch geprägten Händler müssen sich ein Ruck geben, oder sie werden “weg gerückt”. Übrigens, große Hersteller überlegen sich zunehmend unsere Plattform für die Distribution ihrer Stammdaten zu benutzen. Aktuell arbeite ich an einem größeren Beitrag – das gehen ich auch auf die mittlerweile berühmt gewordene Kassenzone-Diskussion ein.

      1. Ich habe da die folgende Theorie: Der Erzfeind des E/D/E mit Sitz in Dortmund (ehemals Hagen), plant die Installierung einer Leistungsgemeinschaft (LG) mit einer Gruppe von Großhändlern aus der Haustechnik. Aufgrund gezielter Spionage gelingt es dem E/D/E, den geplanten Namen dieser LG herauszufinden, beovor diese gegründet wird. KitchenTEC soll die LG nach dem Willen des Erzfeindes heißen. Da schreitet das E/D/E zur Tat bzw. zum Gegenangriff und benennt eine bereits bestehende GmbH einfach in KitchenTEC um und belegt alle möglichen Internetadressen, die den Namen KitchenTEC enthalten. Damit blockiert man die gleichgerichteten Pläne des Erzfeindes, denn eine Internetadresse kann bekanntlich nur einmal vergeben werden. Durch die Rechtsform einer GmbH mit diesem Namen, besitzt die Gesellschaft zudem stärkere Rechte an dem Namen, als eine LG innerhalb einer Kapitalgesellschaft, die keine eigenständige juristische Person ist. Der Erzfeind ist zunächst gestoppt und muß das Projekt in der Haustechnik neu aufsatteln. Das wiederum freut das E/D/E.

        Jetzt werden Sie fragen, welche Rolle der Armaturenhersteller Grohe in diesem Stück spielt? Die Antwort ist ganz einfach: keine. Er ist allerdings Vertragslieferant des E/D/E und gerne bereit, Herrn Dr. Trautwein einen Gefallen zu tun, bevor der Erzfeind mit seinen Truppen und einem anderen Hersteller im Rücken das Gefechtsfeld stürmt.

        Der schlichte Chrakter der Aktion erklärt auch, warum niemand Wert auf die Funktionalität des Onlineshops gelegt hat. Er dient lediglich als Nachweis gegenüber dem Amtsgericht und dem Finanzamt, das hier wirklich ein lauterer Gesellschaftszweck verfolgt wird. Die zu erwartenden Verluste der GmbH trägt sowieso der Gesellschafter, also das E/D/E.

        Vermutlich können also alle Verschwörungstheorien beerdigt werden, wonach das E/D/E selbst in den Verkauf von Waren aus dem Sortiment seiner Vertragsnehmer einsteigt. Ich habe ohnehin nicht wirklich daran geglaubt, denn die Herrschaften in Wuppertal werden so etwas auf keinen Fall tun, weil das der Anfang vom Ende wäre.

  4. Ist doch klar, daß der Trend zum Direktverkauf geht. Online brauche ich keine Händler. Regionalität spielt keine Rolle. Unbekannte Marktplätze mit Händlern (wer ist schon ein eBay oder AMAZON) sind irrelevant. Da ist es logisch und nachvollziehbar, daß der EDE direkt geht. Warum auch nicht. Sortiment, Preis und Logistik in eigener Hand. Da stört der Händler nur.
    Das gilt auch für den Hersteller. Nur wer kauft schon beim Hersteller, wenn man nicht gerade ein Direktverkäufer ist und allen anderen die Artikel deutlich günstiger auf einem Sortimentsmarktplatz wie Amazon zu finden sind.

    1. Daß bei Amazon alle Artikel günstiger sind, ist ein Märchen, das momentan überall herumerzählt wird. Die Realität sieht deutlich anders aus. Darin liegt die Gefahr des Direktverkaufs durch Hersteller. Nicht Amazon kann die besten Preise machen, sondern das können ausschließlich die Hersteller. Und deshalb müssen wir uns als Großhandel auch nicht ins Hemd machen, solange wir die Hersteller von uns überzeugen können. Genau das scheint allerdings zu einem Problem geworden zu sein oder könnte zu einem Problem werden, wenn die Beteiligten auf der Vertriebsseite immer weniger miteinander kommunizieren. Das Problem ist doch nicht Amazon, das Problem sind wir selbst. Indem wir uns gegenseitig ausspielen (lassen), reiben sich die Neulinge die Hände. Fast jeden Tag macht irgendwo ein neuer Laden auf, ob digital oder stationär. Und schon sind bereitwillige Produzenten oder Importeure zur Stelle, um die neue “Verkaufsstelle” mit Waren zu konkurrenzfähigen Preisen zu versorgen. Alte Verbindungen oder die Historie zählen nichts mehr. Dem neuen Umsatz wird alles untergeordnet. Dabei ist es kein “neuer” Umsatz, der da lockt, sondern bekannter Umsatz, sozusagen “alter Wein in neuen Schläuchen”. Oder glaubt noch jemand daran, daß die Onlinehändler völlig neue Kunden ausfindig gemacht hätten. Nein, es sind die bekannten Kunden, die jetzt halt woanders einkaufen. Welch ein Wahnsinn also, dem die Hersteller hier verfallen sind. Zu glauben, alleine der Kunde müsse entscheiden, was er wo einkauft, ist doch absurd. Die Hersteller haben es – zusammen mit ihren bestehenden Vertriebspartnern – weitgehend selbst in der Hand, bei wem der Kunde kauft, weil sie bestimmen können, wo es die gewünschte Ware gibt. Stattdessen hat das große “Hauen uns Stechen” begonnen. Hersteller verkaufen direkt, nötigenfalls über ein Einkaufsbüro, sie verkaufen via Amazon, sie verkaufen via Discounter, sie verkaufen über Krethi und Plethi. Alle scheinen irgendwie verrückt geworden zu sein und bisherige Regeln gelten nicht mehr. Kommen wir zurück zu den günstigsten Preisen, die es ja den Gerüchten nach bei Amazon gibt. Da muß es doch den Herstellern in den Ohren klingeln. Wenn sie selbst nicht mehr die günstigsten Preise im Verkauf haben, dann ist das Spiel beendet und der Sieger heißt Amazon. Vorbei ist es mit dem Gewinnbringer Handel, der die Preise verteidigt hat. Schöne neue Welt?

        1. Füher hieß es in den Katalogen mancher Hersteller “Verkauf nur über unseren autorisierten Fachhandel”. Wennn das mal “für die Ewigkeit” gegolten hätte, müssten wir uns heute weniger Gedanken über Amazon Business machen. Aber über allem steht ja nur noch die schlichte Gier in den Konzernzentralen der Hersteller. Umsatz um jeden Preis, auf allen Kanälen. Halt immer schön “Multichannel” machen. Und das ist dann etwas “für die Ewigkeit”?

  5. @ soistes: Schade, dass Sie – zusammen mit einigen anderen Kommentatoren – hier als der große Unbekannte auftreten. Der Handel hat also keine Chance mehr? Weil er keinen Mehrwert bieten kann? Das ist doch ziemlich starker Tobak. Sie sollten sich wirklich besser über die Leistungen des modernen Großhandels informieren, bevor Sie hier solche Thesen in die Kommentarleiste eintragen. Ohne beispielsweise die Leistungen des Großhandels im Bereich der Be- und Verarbeitung würde das verarbeitende Gewerbe in wenigen Tagen zum Stoppen kommen, weil die Vormaterialien fehlen. Das nennen Sie “keinen Mehrwert”? Bitte besuchen Sie einmal einige Großhändler, um sich vor Ort ein Bild über die vielfältige Wertschöpfung zu machen, ohne die ein Exportweltmeister Deutschland gar nicht denkbar wäre. Können Sie mir im Gegenzug auch nur eine einzige Wetachöpfung nennen, die eBay oder Amazon selbständig erbringen? Da bin ich aber einmal gespannt.

  6. Lieber Herr Vierhaus, da ich keine Vorprodukte kaufe kann ich nur feststellen, dass ich Fertigprodukte ausschließlich bei bevorzugt Amazon und gegebenenfalls eBay einkaufe. Der Preis sollte stimmen, aber vor allem auch der Bestell- und Logistikprozess perfekt funktionieren. Da vertraue ich keinem Händler.

    1. Die Produkte, die Sie bei Amazon kaufen, müssen ja produziert werden. Und die Fabriken, in denen das geschieht, kaufen beim Technischen Handel ein, weil sie dort das bekommen, was Amazon ihnen nicht bieten kann: Mehrwert.

    2. Die Produkte die gegebenenfalls bei Ebay kaufen liefert Ihnen dann der nicht benötigte Händler und auch Ihre Einkäufe auf Amazon werden nicht selten vom Handel geliefert. Und der ein oder andere Händler kann auch Logistik.

  7. Der B2B-Grosshandel muss sich besinnen und Mehrwerte schaffen, die nicht im Fokus der puren Onliner wie amazon&Co. liegen. Die Vorteile des Fachhändlers liegen im Standort und der Waren- und Kundenkenntnis. Dies in den Onlinekanal zu transferieren und ein kanalübergreifendes Einkaufskonzept anzubieten sollte das Ziel sein. Den kleinen preisgtriebenen Handwerker, für den eine neue Bohrmaschine ein Jahresinvestition ist, hat man bereits verloren. Wenn man als Händler in der Lage ist, sich auf die internen Prozesse seiner Kunden einzustellen und sie nicht nur versteht sondern ihm (interne) Benefits aufzeigen kann, dann grenzt man sich automatisch vom 0815 Onlinehändler ab. Wenn ich als Kunde sicher sein kann, das mein Gegenüber mich versteht, ich mich auf ihn verlassen kann und ich keine Mondpreise bezahle, dann habe ich Interesse an solch einem ganzheitlichen Solution Partner, besonders wenn er mir dabei hilft mich ebenfalls weiterzuentwickeln. Ich möchte doch eigentlich gar nicht für jedes Produkt eine aufwendige Recherche durchführen, anders als der kleine Handwerker. Dann darf die Bohrmaschine auch ein paar Euro teurer sein als bei amazon. Wenn ich diese Abgrenzung als Händler aber nicht schaffe stehe ich natürlich im direkter Konkurenz mit jedem Online-Garagenverkauf. Verbände sollten hier beraten und Lösungswege aufzeigen. Auch die internen Prozesse des Händlers zu optimieren ist wichtig. Die Schlagzahl, mit der das im IT-Bereich im PVH geschieht, ist nicht ausreichend um ein Händlersterben zu vermeiden. Einige Verbände haben das erkannt und kümmern sich um die eigenen Händler, andere entwickeln als Reaktion noch mehr Eigenleben.
    @Herr Vierhaus: Sich über die Anonymität im Netz aufzuregen zeigt leider nur, dass Sie die Realität ebenfalls noch nicht vollends angenommen haben, sorry.

    1. Dear Mr. Trowtwine! Warum muß sich der Großhandel erst besinnen, um das zu tun, was Sie – und ich ebenfalls – für richtig erachten? Die Abgrenzung gegenüber 0815-Händlern gehört für jeden echten Fachgroßhändler zum alltäglichen Geschäft. Früher waren es die “Doppelgaragenhändler”, heute sind es eben die “Onlinehändler”, die bekämpft werden müssen. Die vielfältigen Mehrwerte werden doch bereits von zahlreichen Großhändlern intensiv angeboten. Daß trotzdem immer wieder Betriebe “auf der Strecke” bleiben, gehört längst zur Historie des Großhandels und findet kaum noch Beachtung. Die Gründe hierfür sind mannigfaltig. Parallel findet in nahezu allen Zweigen des Großhandels eine Konsolidierung statt, indem kleine Händler von großen gekauft werden. Das “Händlersterben” hat mithin längst begonnen. Das spiegelt sich in den Mitgliederzahlen vieler Branchenverbände zum Teil dramatisch wider. Die Digitalisierung wird diesen Prozess noch beschleunigen, das scheint mir unausweichlich zu sein. Trotzdem wird es so sein, daß eine bestimmte Zahl von Großhändlern überleben wird. Ihnen wird es gelingen, ihre Geschäftsprozesse so zu gestalten, daß dabei genügend Geld verdient wird und die Kunden zufrieden sind. Wie das gelingen kann, ist Thema unserer verbandsinternen Gesprächsrunden und Plattformen. Sie können sicher sein, daß wir die Realität umfassend zur Kenntnis nehmen und genügend Phantasie besitzen, um mit unseren Mitgliedern die passenden Antworten auf die Fragen der Zeit zu finden. Viele haben den Handel abgeschrieben; ich jedoch vertrete die Auffassung: “Todgesagte leben länger.”

      1. Dazu einmal ganz konkret die Frage, lässt sich ein Großhändler die Chance entgehen für einen Onlinehändler z.B. im Streckengeschäft tätig zu werden und damit mehr Umsatz zu machen? oder beliebt er bei seinen “treuen” Kunden im produzierenden Gewerbe, die sich bald von Amazon Business beliefern lassen?

        Ich frage mich, ob der Großhandel immer mehr in seiner Sandwitchposition plattgedrückt wird und an dieser Stelle vllt noch etwas länger mit eigenen Direktvertriebsmodellen weiter bestehen kann, auch weil ja die komplexe Logistik und das Produkt- Know-How vorhanden sind…

          1. Nee, lieber Herr Vierhaus, der Go Live von Contorion war vor allem davon geprägt, dass >90% des Sortimentes aus Handelsmarkenartikel vom EDE bestanden.

          2. >>> Und was soll uns das sagen?
            Man das ist aber auch echt anstrengend mit Ihnen 🙂

            Die Frage war:
            >>> Dazu einmal ganz konkret die Frage, lässt sich ein Großhändler die Chance entgehen für einen Onlinehändler z.B. im Streckengeschäft tätig zu werden und damit mehr Umsatz zu machen?

            Meine Antwort können Sie ja oben lesen. Entschuldigung, wennSie das nicht verstehen dürfen Sie auch leider nicht mitspielen.

          3. Hallo Blödi! Ob ich weiter mitspielen darf, entscheidet alleine der Blogbetreiber. Und das ich anstrengend bin, weiß ich selbst am besten. Dass Sie meine Antwort auf die Frage von “gh” nicht verstehen, läßt erkennen, daß Sie entweder auf der dunklen Seite des Mondes leben oder als Grubenpferd zur Welt gekommen sind.

          4. Hallo,
            auch hier verlassen wir nun eindeutig die sachliche Diskussionsebene. Das ist nicht im Sinne von warenausgang.com. Wir haben also zwei Optionen: a) auf die Sachebene zurückkehren oder b) die Diskussion beenden. Vielen Dank für das Verständnis.
            Viele Grüße,
            Lennart A. Paul / warenausgang.com

          5. Hallo Blödi! Ob ich weiter mitspielen darf, entscheidet alleine der Blogbetreiber. Und das ich anstrengend bin, weiß ich selbst am besten. Dass Sie meine Antwort auf die Frage von “gh” nicht verstehen, läßt erkennen, daß Sie nicht wirklich lesen, was andere schreiben.

          6. Lieber Herr Paul, es tut mir aufrichtig leid, daß ich über das Ziel hinaus geschossen bin. Ich bitte BloEDE um Verzeihung für die “dunkle Seite des Mondes” und für das “Grubenpferd”. Es tut mir leid, wenn mein Kampf für den Technischen Handel mitunter etwas “handfest” wird. Aber ich wäre jederzeit bereit, dies auch auf einer Wiese auszutragen. Meine Adresse ist ja bekannt.

            Kehren wir also auf die Sachebene zurück. Abgesehen von den Beleidigungen und den Beschimpfungen, die heute über mich ergehen lassen musste: Was halten Sie denn von meiner These, mit der ich Ihnen das ersehnte Licht in die Dunkelheit gebracht habe? Wenn meine These wirklich zutrifft- und darauf würdeich mittlerweile eine Wette abschließen – dann müssen Sie Ibren ganzen Blogbeitrag neu schreiben, sich Asche aufs Haupt streuen und endlich zugeben, daß zwei oder drei Jahre Würth nicht ausreichen, um die Welt des Produktionsverbindungshandels zu verstehen. Deshalb finde ich es auch gut, das Sie jetzt Ihre Masterarbeit schreiben, um endlich die wissenschaftlichen Weihen zu erhalten. Ich habe Ihnen bereits angeboten, daß ich Sie gerne dabei unterstützen würde.

          7. Lieber Herr Vierhaus,
            vielen Dank für Ihre Rückkehr zur Sachebene.

            Um Thema ihrer These: Spannende Idee, den Beitrag neu zu schreiben, das werde ich natürlich nicht tun, den in diesem Falle lässt sich Gesagtes ja nicht “aufheben”. Zudem bitte ich um Beachtung: Der aufmerksame Leser erkennt, dass es sich im letzten Abschnitt des Artikels um Mutmaßungen und Rückschlüsse basierend auf von außen Beobachtetem handelt. Ich meine, hier lediglich Fragen aufgeworfen zu haben. Das erkennen Sie m.E. leicht an den Formulierungen.

            Ihre Akkuratesse bei Benennung meiner Würth-Erfahrung in Jahren weicht zudem von jener der Benennung Ihrer eigenen Erfahrung in relevanten Bereichen ab, das könnten Sie eventuell nochmals überprüfen. Sorgfalt und Genauigkeit ist bekannterweise auch bei der Abfassung einer wissenschaftlichen Arbeit, in meinem Fall einer Masterthesis geboten. Somit wäre ich spätestens hier zögerlich, das Angebot anzunehmen. Das vorherige Angebot muss ich überlesen haben, ich danke Ihnen jedoch dafür. Das Thema ist eine Case Study zu W. L. Gore & Associates Inc. und wie das Unternehmen es schafft, eine hohe Innovationskultur im Corporate Kontext zu erhalten und zu managen. Sie ist bereits abgegeben und wird nach Prüfung wohl veröffentlicht.

            Grüße nach Sylt,
            Lennart A. Paul

          8. Hallo? Lieber Herr Paul, ich bin seit dem 1. November 1991 für den VTH tätig. Das sind “über” 25 Jahre. Was ist daran nicht zutreffend? Zur W.L. Gore & Associates hätte ich Ihnen in Bezug auf das Verhalten gegenüber dem Fachhandel in den vergangenen Jahren eine ganze Menge an Informationen liefern können. Schade, das Sie mich nicht dazu interviewt haben.

        1. Klare Antwort: Ja, er würde sich auf das Geschäft einlassen, wenn er damit einen Gewinn erzielt, den er auf anderem Wege nicht leichter erzielt hätte. Soviel Kaufmann steckt wohl in jedem Großhändler. Deswegen kann er ja trotzdem auch weiterhin parallel seine treuen Kunden im produzierenden Gewerbe beliefern. Ich sehe da ohne weitere Angaben Ihrerseits durchaus keinen Widerspruch. So schnell werden sich diese Kunden nicht in Scharen abwenden und nur noch bei Amazon kaufen, weil sie dort im Gegensatz zum Großhandel gar keinen Mehrwert erhalten. Eine Abwanderungsbewegung läßt sich derzeit auch statistisch nicht messen. Das muß Herrn Bezos angesichts der Werbe-Milliarden in den letzten 10 Jahren doch ziemlich ärgern. Und es muß auch diejenigen ärgern, die scheinbar nichts sehnsüchtiger erwarten können, als das alle 125.000 Großhändler in Deutschland Konkurs anmelden. Es wird nicht passieren, auch wenn Herr Bezos noch einmal 10 Jahre lang Milliarden in seine Werbekampagnen investiert. Da können sich alle Blogger dieser Welt die Finger krumm tippen, es führt zu nichts, außer daß die Haare dieser Schlaumeier langsam grau werden.

  8. Lieber Herr Vierhaus, dann ist doch alles in Ordnung, wir brauchen uns keine Gedanken um den PVH machen, am wenigsten als Mitglied im VTH. Ich lasse ihnen gerne Ihre Meinung und das letzte Wort. Ist doch alles gar nicht so schlimm….warten wir mal ab. Genau diese Haltung ala Kopf in den Sand hat doch noch immer funktioniert. Ich wünsche viel Erfolg.

    1. Dear Mr. Trowtwine! Scheinbar haben Sie meinen Kommentar gar nicht gelesen oder aber nicht verstanden. Stand da irgendetwas von “Kopf in den Sand”? Es ist doch immer wieder köstlich, daß einige Menschen in der Bloggerszene die Großhändler und ihre Verbände scheinbar für Vollidioten halten, die nicht bemerken, was um sie herum passiert. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Nur die Onlinegläubigen wollen es nicht zur Kenntnis nehmen. Offenbar weil sie noch mit keinem Großhändler persönlich gesprochen oder sich mit seinem Geschäft auseinandergesetzt hätten. Schade, aber nicht zu ändern.

      1. Eigentlich erübrigt sich hier jeglicher Kommentar. Trotzdem schiebe ich die gewisse Anfeindung innerhalb der Intention Ihres Kommentares einmal beiseite und gebe Ihnen folgende Hintergrundinfos:
        – “….einige Menschen in der Bloggerszene die Großhändler … scheinbar für Vollidioten halten…” – Wieso sollte ich mich selbst für einen Vollidioten halten?
        – “Offenbar weil sie noch mit keinem Großhändler persönlich gesprochen oder sich mit seinem Geschäft auseinandergesetzt hätten” – Jeden Tag!
        Offenbar fehlt Ihnen wie auch dem EDE sowohl Fingerspitzengefühl wie die gewisse Portion Demut. Überheblichkeit kommt oft vor dem Fall.
        Ich drücke Ihnen trotzdem die Daumen 🙂

        1. Dear Mr. Troutwine! Danke für die gedrückten Daumen. Dito zurück. Wenn Sie mich kennen würden, wüßten Sie, daß mir weder Fingerspitzengefühl noch Demut fehlen. Ich kämpfe jeden Arbeitstag für das Wohlsein und Überleben des Technischen Handels, und zwar seit über 25 Jahren. Mir wurde schon hunderte Male von Technischen Händlern bestätigt, daß ich einen guten Job mache. Insofern gehen Ihre Vorwürfe vollkommen ins Leere. Hätten Sie mir nicht unter Ihrem Pseudonym vorgeworfen, ich hätte die Realität noch nicht vollends erkannt, weil ich mich über die Anonymität im Netz aufrege, wären wir auch gar nicht aneinander geraten.

  9. Liebe Leser, liebe Kritiker,

    ich glaube, dass Lennart A. Paul ein Fass geöffnet hat, indem sich …. nichts befindet. Vielmehr ist anzunehmen, dass sich das E/D/E mit der KitchenTEC GmbH einer Aktion seines Erzfeindes erwehrt hat. Meine Theorie finden Sie weiter oben in der Kommentarleiste, als Antwort auf einen Kommentar von Lennart A. Paul, in dem er sich einen Lichtschein im Dunkeln wünscht. Sollte meine Annahme zutreffen, woran ich glaube, wären einige Kommentatoren einschließlich des Blogverfassers ziemlich blamiert und sollten sich ihre Anfeindungen in Richtung E/D/E noch einmal gut durch den Kopf gehen lassen, wie viel Wunsch und wie viel Wirklichkeit darin enthalten sind.

  10. ups – war für eine Diskussion. Bissi schwierig – oder? Deshalb laden wir 12 Personen -mehr gehen nicht in uns neues Besprechungszimmer – zu einer “klare Kante Diskussion” ein. Wann: 5. Okt. ab 15:00 Uhr. Wo: IFCC, Am Bauhof 16, 64807 Dieburg. Kosten: nix. Kaffee, Wasser gibt’s gratis dazu.
    Da sich unser Kicker gerade nach kritischen Diskussionen bewährt – planen wir ein Kicker-Turnier ein.
    Anmeldung: Manz@ifcc.de

  11. Es ist sehr interessant, die ganzen Kommentare hier zu lesen. Ich habe mal eine generelle Frage an alle, die hier Kommentieren: gibt es hier jemanden, der tatsächlich und ganz persönlich Praxiserfahrung beim Aufbau eines Online-Kanals im technischen Handel hat/ hatte? Mir ist das etwas unklar, ob es sich bei den kommentierenden Personen um praxiserfahrenes Publikum oder eher Strategisch-konzeptionelle Blogger. Daher kann ich die vielen Anmerkungen schwer einordnen.

    1. Danke für die Nachfrage,
      Ich lehne mich mal aus den Fenster und behaupte, in angrenzenden Produktbereichen (Werkzeug, Betriebseinrichtung, C-Teile) diese praktischen Erfahrungen über mehrere Jahre im internationalen Umfeld in der Würth-Gruppe und später in Form von Kundenprojekten erlebt habe und noch immer erlebe.
      Sollte auf dieser Ebene Austauschbedarf bestehen, sich besten einfach mal der Warenausgang.com-WhatsApp-Gruppe anschließen und mir dort schreiben, oder z.B. auf XING.
      Viele Grüße,
      Lennart A. Paul

  12. Noch bevor es an den Strand geht: Ich bin eher der strategisch-konzeptionelle Kommentator, der allerdings bereits etliche Projekte beim Aufbau eines Online-Kanals im Technischen Handel mit- oder nachverfolgt hat. Nach unzähligen Interviews mit Betroffenen kann ich die Dinge ganz gut nachvollziehen und beurteilen. Die “echte” Praxis, sprich eigenes Kapital in so ein Projekt zu investieren, fehlt mit jedoch.

      1. Woher wollen Sie das denn wissen? Sind Sie überhaupt der “Praktiker”, für den Sie sich hier vollmundig ausgeben? Ihre bisherigen, spärlichen Kommentare geben mir wenig Anlaß zu der Hoffnung, daß sich hinter den Worten praktische Kompetenz verbirgt. Aber Sie können ja gerne den Gegenbeweis liefern.

        1. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

          Aber ich halte es wie Mr. Trowtwine und lass Ihnen gerne das letzte Wort, wenngleich ich evtl. schon länger als Sie in der Branche bin? Schon wieder so ´ne Behauptung, gelle?

          Also hier ist jetzt nochmal ganz viel Platz für eine kurze Werbeunterbrechung. Legt richtig los Männer.
          Ich schreibe Euch auch eine kurze Einleitung:

          Das sind Thommy und Ulli. Zusammen möchten sie Euch gerne den VTH-eData-Puhl-Dingens verkaufen.
          Thommy hat den Puhl selbst erdacht und ist praktisch ein voll disruptiver Pionier – manchmal nennt man ihn auch den “alten Fuchs” – also um ganz ehrlich zu sein, nennt er sich nur selbst so.
          Ulli hat ´ne Weichware (1….2….3….haste?, haste?…der ist gut, ne?) die mittlerweile nahezu genial ist.
          Gemeinsames Ziel von Thommy und Ulli ist es führend im Stammdatenbereich zu werden.
          Konzeptionell sind die Bros voll auf der Überholspur und real sowieso sehr weit voraus.
          Ulli ist es noch total wichtig, dass Thommy auch immer sagt das alle mitspielen dürfen.
          Zudem machen die ein Battle mit dem Toggolino vom EDE – in einem harten Kopf an Kopf Rennen konnten beide schon an knapp über 20 Händler Förmchen verteilen. Läuft bei denen….

          1. Nett – in der Tat. Wenn schon, dann bitte mit einem “l”. Und: “Toggolino” und “VTH-eData-Puhl-Dingen”s sind echt zwei paar Stiefel…also nicht zu vergleichen. Also kein “Battle” oder was auch sonst noch. Treffen wir uns mal auf ein Bier? 2 Bier reichen…oder > 20? *Spass****

          2. Hey Uli,

            bitte entschuldige das mit dem doppelten “l”. Es war halt etwas stimmiger für den kleinen Exkurs.
            Selbstverständlich kann man den VTH-eData-Pool nicht mit toolineo vergleichen. Da zielte es mehr auf die 20 ab.
            Wie Herr Vierhaus ja auch schon weiter oben schreibt müsste man das sicherlich eher mit dem eDC vergleichen und lt. seiner Aussage gibt´s beim EDE ja auch Fachleute für diese Thematik. Das kann ich nicht beurteilen, aber wenn man nun einen Blick auf toolineo wirft muss man sich schon fragen was die Fachleute da denn dann den ganzen Tag machen. Die sind jetzt bald zwei Jahre online und die Daten auf dem Marktplatz sind zum überwiegenden Teil immernoch totale Grütze.
            Vielleicht sollte der EDE besser den VTH-Puhl 😉 benutzen?

          3. Hey Blödi! Es ist gut, daß Sie mir das letzte Wort überlassen, sonst würde Ihr veröffentlichter Schwachsinn auch noch in die Netzgeschichte eingehen. Und das darf nicht sein. Und nennen Sie mich ja nicht noch einmal Thommy und Herrn Prof. Dr. Manz Ulli. Dazu sind Sie zu weit unter unserem Niveau angesiedelt mit Ihren hirnlosen Thesen. “Battle”, “Toggolino”, “Puhl”? – Sind Sie eigentlich noch klar bei Verstand, so einen Wortmüll zu produzieren oder müssen wir bereits die 112 wählen, um Sie vor dem Irrenhaus zu bewahren? Offenbar ist das Lithium in Ihren Batterien schockgeforen. So eine Scheiße habe ich wirklich noch nie gelesen. Gehen Sie mir bloß aus den Augen, sonst vergesse ich mich endgültig.

          4. Hallo Herr Vierhaus,
            auch hier verlassen wir nun eindeutig die sachliche Diskussionsebene. Das ist nicht im Sinne von warenausgang.com. Wir haben also zwei Optionen: a) auf die Sachebene zurückkehren oder b) die Diskussion beenden. Vielen Dank für das Verständnis.
            Viele Grüße,
            Lennart A. Paul / warenausgang.com

          5. Hallo,
            ich bitte darum, folgenden Hinweis zu beachten und zu respektieren:
            Hier verlassen wir nun eindeutig die sachliche Diskussionsebene. Das ist nicht im Sinne von warenausgang.com. Hier gilt: Game recognize Game. Wir haben also zwei Optionen: a) auf die Sachebene zurückkehren oder b) die Diskussion beenden. Vielen Dank für das Verständnis.
            Viele Grüße,
            Lennart A. Paul / warenausgang.com

          6. Hallo Herr Paul, wie bereits oben bemerkt, will ich mich gerne ab sofort wieder an die Etikette dieser an sich ja wirklich guten Diskussionsrunde halten. Es fällt mir allerdings schwer, weil mich viele Pseudonyme extrem heftig persönlich angreifen – und das tut mir sehr weh, wie Sie sich vorstellen können.

            Schauen Sie, ich bin über 25 Jahre im Geschäft und habe sehr früh kommen sehen, daß die Digitalisierung oder sagen wir es handfester – “der Angriff aus dem Netz” – dem Technischen Handel einiges an Anstrengungen abverlangen wird. Viele haben mir versucht, Sand in die Augen zu streuen, wie es das Sandmännchen allabendlich tut, aber ich habe darauf bestanden, dieses Thema auf Vorstandsebene des VTH zu diskutieren. Lesen Sie unter http://www.vth-edatapool.de nach, was daraus entstanden ist.

          7. Persönliche Angriffe von Pseudonymen sollten Sie, als gestandenen Verbandsmanager, nur peripher tangieren. Danke, dass Sie meinem Ruf zur Räson gefolgt sind. Ich wünsche noch einen schönen Sylt-Urlaub und allen anderen ein entspanntes Wochenende.

    1. Ich muß mich korrigieren. Ja, ich habe tatsächlich bereits einmal persönliches Geld in einen Technischen Händler investiert und es gut verzinst, aber leider vorfristig, wieder zurückerhalten. Ich würde es jederzeit wieder tun, aber leider gibt es derzeit keine Möglichkeit dazu.

  13. Kinder !!! Was für eine (sinnentleerte) Diskussion !!!

    Lieber Herr Vierhaus – ich habe eine Frage an Sie.
    Sie erhalten doch sicher ein Gehalt. Werden Sie danach bezahlt Meter um Meter an Text in Kommentarfunktionen wenig relevanter Blogschreiber zu texten??
    Mich wundert wirklich sehr, wie viel Zeit Sie ganz offensichtlich hier verbringen. Wie muss ich mir Ihren Arbeitsalltag vorstellen? Nichts besseres zu tun?
    Wäre ich Ihr Vorgesetzter, so würde ich Sie zum Personalgespräch bitten und mit Ihnen sehr ernsthaft über Ihre Arbeitsprioritäten sprechen. Was Sie hier kundtun ist wirklich keine Werbung für Sie selbst und Ihre Verbandsarbeit.

    1. Lieber (Herr) Knut! Nee, ich bekomme natürlich drei Gehälter. Sie können sich gar nicht vorstellen, was da so zusammen kommt. Hurra! Zur Zeit bin ich mal wieder auf Sylt – das kann ich mir natürlich mir leisten, weil die Technischen Händler mich so fürstlich entlohnen (Danke!!!). Und hier verbringe ich meinen luxuriösen Urlaub, der mir Zeit gibt, mich endlich um so unwichtige Themen zu kümmern, weil ich ja sonst nichts zu tun habe. Mein Arbeitsalltag ist ebenso toll. Wollen Sie mich einmal besuchen und ein Personalgespräch mit mir führen? (LOL :’-) Gott sei Dank sind Sie nicht nicht mein “Vorgesetzter”, sondern Herr Peter Mühlberger, seine Stellvertreter und der Gesamtvorstand sowie alle VTH-Mitglieder. Reicht Ihnen das aus? Lieber Knut, Sie sind so doof, daß es einem die Tränen nur so aus dem Lachsack drückt.

      1. Für den letzten Satz bitte ich um Entschuldigung in Richtung “Knut”. Allerdings war er ja auch nicht besonders nett zu mir und hat ebenfalls die Sachebene verlassen, indem er sich in persönliche Dinge einmischt, die ihn nichts angehen, nämlich wie ich meine Freizeit verbringe.

    2. Knut, wie der einst mächtigste König des Mittelalters, der zeitweise über England, Dänemark, Norwegen und Schweden herrschte? Der einst am Strand seinen Thron in den Sand gesetzt haben soll, um seinen Untertanen zu beweisen, dass die anschwellende Flut vor seinen mächtigen Füßen halt machen würde? Die Namenshoheit ist verblüffend, die Welt ist klein.

      Anscheinend ist die Diskussion hier relevant genug, um sich einzumischen. Das ist gut, denn der Diskurs fördert die Sache! Mich würde es umstandslos sehr freuen, wenn wir Einwände jedoch auf der Sachebene einbringen können und keine persönlichen Angriffe gegen natürliche Personen richten. Können wir uns bitte darauf einigen? Sollten Sie Verbandsmitglied sein und Ihre Beiträge fehlgeleitet sehen, so besteht bestimmt die offizielle Möglichkeit einer Beschwerde. Sicher auch der effizientere Weg als ein Blogkommentar, jedoch beachten Sie bitten den durch Herrn Vierhaus selbst getätigten Hinweis, dass er sich aktuell im Jahresurlaub befinde und ob der mittelprächtigen Wettersituation an Deutschlands Nordseeküste seine Zeit damit vertreibt, die für Ihn richtigen Argumente in diese Diskussion einzubringen. Ich bin kein Jurist, jedoch denke ich, dass dies arbeitsrechtlich eindeutig als Freizeit zu deklarieren ist.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Lennart A. Paul

      1. Lennart, Sie müssen erkennen, dass dies keine Diskussion auf der Sachebene ist und kein Beitrag zum Diskurs.
        Das Verhalten von Herrn Vierhaus ist weder professionell noch in irgendeiner Form angemessen und im Übrigen in verschiedenen Kommentarspalten zu beobachten. Auch im Urlaub ist und bleibt Herr Vierhaus Vertreter des VTH, insbesondere äussert er sich in diesem Kontext. Das gibt ihm keine beliebigen Freiheitsgrade, sondern schädigt den Ruf des VTHs und seiner Mitglieder.
        Sollten Sie der Meinung sein, dass dies Ihrem Blog förderlich ist das selbstredend.
        Wenn es Herrn Vierhaus im Urlaub langweilig ist, sollte er sich anderen Aktivitäten zuwenden.

        1. Lieber Knut, vielleicht etwas viel Salz, das er verstreut…aber sowohl der Kassenzone-Blog als auch dieser hier sind in aller Munde. Allerdings vermisse ich schon die sachlogische Ebene; dies war 2000 beim ersten Hype nicht anders….

        2. Ich pflichte Ihnen zu 100% bei, ein Teil der Gesamtheit der Beiträge ist tatsächlich weit außerhalb des sachlichen Diskurs. Ihre Unterstützung, dies zur Diskussion zu stellen, kommt mir sehr entgegen, vielen Dank. Wie gesagt, sollten Sie VTH-Mitglied sein, so empfehle ich Ihnen, Ihr Anliegen verbandsintern zu klären. Dazu ist dieser kleine Blog viel zu unrelevant. Ich denke, darauf können wir uns einigen.

          1. Herr Vierhaus, Sie scheinen bei allem immer das letzte Wort haben zu müssen. Ich hoffe Sie haben heute besseres Wetter und mehr Ablenkung.

          2. Sehr geehrter Herr Bolz, nach einer anstrengenden Rückreise mit viel Stau und Regen, wäre ich jetzt wieder soweit, aber ich lasse es lieber. Ich denke, daß sich die meisten Kommentatoren freuen werden, wenn ich nichts mehr schreibe. Der Echokammer-Effekt wird sich in dieser Filterblase dann umso schneller einstellen und für heimelige Nestwärme sorgen.

  14. Ich kann nicht nachvollziehen, was besonderes an Contorion sein soll.
    Amazon, Uber, Aibnb…. sind marktverändernd.
    Contorion ist ganz kurz und paltt ein Onlineshop mit dem Geld von Dritten teuer gepusht. Wirtschaftlichkeit ist ein Fremdwort. Das ist weder nachhaltig noch ist das neu. Nehmt Contorion das Werbegeld weg und aus ist es. Da wird Hoffmann noch seinen Spass daran haben.
    Wie gesagt, ich kann das nicht nachvollziehen, warum die hier immer wieder und wieder gehypt werden.

    1. Hallo Stern,
      vielen Dank für den Kommentar!
      Ich bin ein Sympathisant von Contorion, da ich glaube, dass das Team dort einige Dinge im Bezug auf “Digital First” Vertrieb sehr gut und sehr richtig macht. Zum Beispiel die datengestützte Betrachtung des Kundenwertes oder die konsequente Nutzung aller zur Verfügung stehenden Online Marketing Kanäle. Contorion verbrennt monatlich 1 Mio. EUR Cash, das ist richtig. Richtig ist aber auch, dass man diese Art des Unternehmensaufbaus (Venture Capital Finanzierung) nicht mit den bekannten Ansätzen des Aufbaus von Geschäftsmodellen über langfristiges, organisches Wachstum vergleichen kann. Mögen oder gut finden muss man das nicht.

      Danke für die klare Meinungsäußerung! Vielleicht kommen Sie ja zum Digital Commerce Day im November in Stuttgart (www.digital-commerce-day.de) oder nächste Woche auf die Dmexco, wo Contorion auf der Bühne stehen wird und von seinem Geschäft berichtet. Dort können wir auch gerne diskutieren, was die positiven und was die negativen Seiten an einem Geschäftsmodell wie Contorion sind.

      Viele Grüße und ein schönes Wochenende,
      Lennart A. Paul

      1. Hallo Lennart,
        Contorion ist kein neues Geschäftsmodell.

        Contorion ist ein Onlineshop, ein Onlineshop, eben ein Onlineshop mehr.

        Es ist ein Onlineshop, der monatlich 1 MEUR verbrennt. Das sind 12 Mio im Jahr.
        Begeistern kann ich mich dafür nicht.

        Begeistern kann ich mich für neue VC finanzierte Geschäftsmodelle, bei denen tatsächlich neue Technologien, Verfahren, Prozesse, Services entstehen und die mich/einen überraschen.

        Alles andere ist nun mal Copy & Paste von Bekanntem.
        Eine große Chance gebe ich dem nicht. Hoffmann ist kein VC.

        Viele Grüße und auch Ihnen einen schönen Abend.

        1. Ja, Hoffman ist zwar kein VC, gibt aber online trotzdem mächtig Gas. Einer Meldung von “markt intern” zufolge, soll Hoffmann auch die restlichen Überbleibsel von PROCATO (“alle assets und know how”) gekauft haben. Da braut sich was zusammen! Aber klar, Contorion ist in erster Linie ein Onlineshop. Da bleibt überhaupt einmal abzuwarten, was Hoffmann damit anstellen will.

  15. BolEDE: es gab oben keinen “replay” Botton …..

    “Die sind jetzt bald zwei Jahre online und die Daten auf dem Marktplatz sind zum überwiegenden Teil immernoch totale Grütze.
    Vielleicht sollte der EDE besser den VTH-Puhl 😉 benutzen?”

    Lieber “BloEDE”… lass uns darüber reden -(fast) jederzeit. Ich bin mir sicher, wir hätten ein spannendes Gespräch. Wahrscheinlich sind unsere Daten nur “sehr gut mit einem minus” – aber eben kostengünstig (bitte schreibe jetzt nicht “billig”) und wir betreuen ausgesprochen intensiv, freundlich und natürlich kompetent. Teste uns…
    Tu mir einen Gefallen “Puhl” klingt so nach…! Das “Bier” steht immer noch.

    Schönen Abend noch an DIch, natürlich auch in die Runde….

    1. Wären alle so entspannt wie Ulrich L. Manz, die Welt wäre ein noch besserer Ort. Herr Manz, mir eilt der Ruf voraus, für Freibier auch mal quer durch die Bundesrepublik zu fahren. Ich komme in jedem Fall mal darauf zurück. Es wäre schön, wenn sich noch ein paar für ein gepflegtes “Stammtischgespräch” zusammenfinden. Das nehmen wir dann als Videobeitrag und Podcast auf.

  16. Absolut super!! Ich, wir würden uns wirklich freuen. Was hältst Du von dem obigen Terminvorschlag? Wie können wir es schaffen, dass wir unser Sitzungszimmer voll bekommen? Warum bin ich entspannt? Keiner von uns hat die Wahrheit gepachtet, meistens oder sogar sehr oft kommt es anderes, als wir glauben. Ich lese Deine/deine Blogs immer gerne. Natürlich auch die Kommentare. Manche lege ich auf die Seite, manche in mein “Schatzkästchen”. Doch manche tausche ich auch wieder aus – die von der “Seite gelegten ” ins Schatzkästchen und umgekehrt. Meine Devise: “das Undenkbare denken” und dabei auf der Hut bleiben. Wenn ich/wir eine Idee haben, haben mindestens 20 Teams diese Idee zum gleichen Zeitpunkt… Jetzt lacht sicherlich “BloEDE”. Er hat den Preis für den besten Nick – zumindest bei diesen Kommentaren – verdient – oder? Mehr Satire geht einfach nicht..*ggg++ schönen Abend und eine gemütliches Wochenende bei diesem Wetter…

    1. Nun, der Großteil der Artikel ist mehr als lesenswert., zumal gut recherchiert. Herr Vierhaus hat das Ganze leider zu einer One-Man-Show mit VTH Werbeblock verkommen lassen. Dies sehe ich eher als Randnotiz denn als Hauptinhalt. Züruck zum Kern: ich empfehle die aktuelle Ausgabe der Marktintern.

      1. Der Beitrag in der aktuellen “markt intern” ist in der Tat interessant und bestätigt Lennarts Ausführungen. Er geht sogar noch weiter ins Detail. Besonders interessant ist die Bezugnahme auf eine offenbar interne E-Mail von Hern Adorf, die der Redaktion vorliegt und in welcher der Vorgang offenherzig bestätigt wird. Aber sich vorzustellen, daß die KitchenTEC GmbH zur Verschleierung des tatsächlichen E/D/E-Vorhabens, Küchenarmaturen von Grohe an Endverbraucher zu verkaufen, gegründet wurde, fällt schwer. Adorf schreibt in seiner E-Mail von lediglich 100 Artikeln des Herstellers, die dort online angeboten werden sollen. In Kauf nehmend, daß der Markt das Täuschungsmanöver ziemlich rasch durchschaut und ein Sturm der Entrüstung ausgelöst wird, wäre die E/D/E-Geschäftsleitung doch “mit dem Klammerbeutel gepudert”, wenn das alles der Warheit entspricht.

  17. Nun, außer Herrn Vierhaus weiß ja auch keiner das Herr Vierhaus ausgeschieden ist. Von daher kann dann jetzt wahrscheinlich auch der inhaltliche Austausch weitergehen.

  18. eSehr geehrter Herr Paul, sehr geehrte Kommentatoren,

    ich wurde aus dem Kollegenkreis auf dieses spannende Forum hingewiesen.
    Wie eventuell einige von Ihnen wissen, wurde kürzlich das mutmaßliche Eigengeschäft des E/D/E ebenfalls von Markt intern thematisiert. Offensichtlich denkt man in Wuppertal wirklich über diesen Schritt nach.
    Mich würde in diesem Zusammenhang auch insbesondere die wettbewerbs- / kartellrechtliche Perspektive interessieren.
    Wäre es (insofern sich die Gerüchte bestätigen sollten) für eine Einkaufskooperation überhaupt statthaft ein Direktgeschäft ohne Beteiligung der angeschlossenen Händler zu machen? Von einem befreundeten Unternehmer wurde mir zudem berichtet, daß das E/D/E derzeit auf Toolineo wohl noch kein Eigengeschäft macht, aber schon heute die Preisbildung beeinflußt. Aus meiner Sicht wäre auch das eine klare wettbewerbsrechtliche Verzerrung. Wie ist Ihre Einschätzung hierzu?

    1. Ob es für eine Einkaufsgemeinschaft statthaft ist, Geschäfte an den Gesellschaftern vorbei zu tätigen, ist nicht so ohne weiteres zu beantworten. In erster Linie ist dabei die rechtliche Ausgestaltung der “Kooperation” zu betrachten. Handelt es sich um eine GbR, um eine Kapitalgesellschaft (AG, GmbH, KG, oHG o.ä.), um einen Verein (eingetragen oder nicht) oder um eine Genossenschaft (eG)? Was steht dazu in der Satzung bzw. in dem Gesellschaftsvertrag? Gibt es überhaupt Verträge zwischen den Beteiligten oder handelt es sich um konkludentes Handeln der Beteilgten (stillschweigende Übereinkunft)? Wer führt die “Geschäfte” der Kooperation? Wer ist wem gegenüber vertretungsbefugt? Leider “Fragen über Fragen”. Aber ohne diese Grundlagenkenntnisse ist eine rechtliche Einschätzung dazu, was zulässig ist und was nicht, fahrlässig. Können Sie nähere Details bekanntgeben, wie die Kooperation (EDE) organisiert ist?

  19. @Indirekt Betroffener: Knapp und ohne juristische Petitessen formuliert, untersagt das GWB Preisabsprachen unter Wettbewerbern (horizontal) und Preisebindungen der sogenannten “zweiten Hand” (vertikal). Die Details sind natürlich etwas komplexer. Sofern das E/D/E in direkten Wettbewerb zu seinen Mitgliedern tritt, also selbst Händler wird, muß das Verbot von Preisabprachen untereinander beachtet werden. Es dürfen also keine Absprachen zu den Verkaufspreisen stattfinden oder auch nur Verhandlungen darüber stattfinden. Ob bei dem von Ihnen geschilderten Szenario tatsächlich Preise oder Konditionen unter Wettbewerbern, also zwischen dem E/D/E und einzeln Händlern, abgesprochen werden, wäre zu beweisen. Nicht statthaft wäre es auf jeden Fall, wenn das E/D/E als Lieferant seinen Mitgliedern Preisvorgaben macht (vertikale Preisbindung). Die Funktions- und Wirkungsweise von Toolineo, nach der bisherigen Schilderung offenbar ein Online-Marktplatz des E/D/E, ist mir noch nicht ganz klar. Sobald hier aber von den verschiedenen Anbietern vorab Verkaufspreise an Endverbraucher abgesprochen werden, wäre das nicht zulässig. Zu der Frage, ob es dem E/D/E überhaupt gestattet ist, selbst Waren an Endverbraucher zu veräußern, müßten die Verträge zwischen dem Verband und seinen rechtlich selbstständigen Mitgliedern betrachtet werden. Ich selbst kenne solche Verträge innerhalb einer Einkaufsgemeinschaft nicht und kann von daher keine Einschätzung dazu abgeben. Mein Kommentar ersetzt natürlich keine Rechtsberatung im Einzelfall, zu der ich Anraten würde, und ist auch nicht als eine solche zu werten, zumal die rechtlichen Verhältnisse unter den Beteiligten nicht bekannt sind. Hoffentlich hilft der Kommentar trotzdem ein wenig weiter.

    1. Verehrter Herr Kollege! Mein erster Eindruck von toolineo.de ist, daß dort verschiedene Anbieter (insgesamt 21 Händler) voneinander abweichende Preise für bestimmte Produkte angeben (alternative Angebote anderer Händler). Hier ist zunächst keine horizontale Absprache ersichtlich. Etwas irritierend ist die Suchfunktionen nach der Rangfolge “Empfohlene (Händler) zuerst”. Der Suchende erfährt nicht, wer die Empfehlung ausspricht und worin diese besteht. Einen Rechtsverstoß vermag ich darin jedoch nicht zu erkennen, da hier – anders als bei einem Herstellerportal, das auf seine Vertragshändler verweist – kein Gleichbehandlungsanspruch der einzelnen Händler bestehen dürfte. Aus wettberbsrechtlicher Sicht bestehen deshalb von meiner Seite aus zunächst keine Bedenken gegen dieses Marktplatzmodell. Man müsste allerdings die gegenseitigen Vereinbarungen kennen, um hier zu einem abschließenden Urteil zu gelangen. Eventuell könnten hier im Hintergrund Preisalgorithmen eine Rolle spielen, denen Absprachen unter den Beteiligten zugrundeliegen, die an der Oberfläche nicht sichtbar werden.

      1. Sehr geehrte Herren,

        zunächst vielen Dank für Ihre Einschätzungen. In dem geschilderten Fall geht es weniger darum das die teilnehmenden Händler untereinander Preisabsprachen treffen, sondern daß das E/D/E bzw. Toolineo teilweise direkt die Verkaufspreise festlegt.

        1. Vielen Dank. Eine kurze Nachfrage zum Verständnis sei gestattet. Der Marktplatz bzw. dessen Betreiber legt an den einzelnen Anbietern (Händler) vorbei die Preise fest, die der Verbraucher angezeigt bekommt? Mit anderen Worten, nicht die Anbieter kalkulieren ihre Preise, sondern der Marktplatz tut dies?

          1. @”Indirekt Betroffener”: Wenn die Aussage von “M.Friebe” stimmt (siehe untern), sehe ich keinen Ansatz für einen Verstoß gegen das geltende Kartell- bzw. Wettbewerbsrecht, sofern die Preishoheit tatsächlich bei den Anbietern auf dem Marktplatz (Händler) liegt. Falls Sie noch weitere Fragen haben, stellen Sie diese bitte gerne.

          2. @Legum Magister:
            Ja, exakt dieser Fall ist gemeint.
            Wenn ich Ihre obigen Ausführungen richtig deute wäre eben jenes nicht statthaft.

          3. Genau, die einzelnen Anbieter (Händler) müssen in ihrer Preisbildung autonom bleiben und dürfen die Preise weder untereinander noch mit dem Marktplatzbetreiber zuungunsten der Endkunden absprechen oder vereinbaren. Der Marktplatzbetreiber darf insbesondere keine Mindest- oder Festpreise vorschreiben, zu denen die Händler anbieten bzw. verkaufen müssen. Das alles würde den Wettbewerb beschränken und die Kunden benachteiligen.

  20. Guten Morgen zusammen! Ich hab da mal ne Frage. In der mi steht, daß Adorf seine Mail im Frühjahr 2016 geschrieben hat. Jetzt haben wir bald Herbst 2017. Was haben die Kollegen beim EDE denn da solange gemacht? So’n Webshop gibt’s doch zu kaufen.

  21. Hallo,

    leider sehe ich in ihrer / ihren Bewertung von Toolino / EDE nicht den Hinweis B to B / B to C. Toolineo ist eine B to C Plattform die vom EDE als Plattform für die Händler entwickelt wurde. Das EDE bittet für seine Mitglieder / Händler auch B to B Lösungen an und das erfolgreich. Sicher ist der B to B und B to C Bereich fließend, aber nach meinem Stand immer noch ausgeprägt!

    Diesbezüglich sollte man alle Aktivitäten auch sehen. Die meisten Händler haben auch heute noch zu mehr als 90% Unternehmen als Kunden. Der Aufwand bei Endkunden, Rücklieferungen, Rechnungsstellung, Zahlung ggfls. Mahnung u.s.w. wird von einigen sogar komplett ausgeschlossen (Kosten / Ertrag).

    Jetzt etwas grundsätzliches, ja der OnlineMarkt hat die Welt verändert. Wer aber sagt das wir keinen Regionalen-Fachhandel mehr brauchen liegt komplett falsch.

    Wer kauft den wirklich technische Produkte bei Amazon und hier meine ich nicht die Bohrmaschine sondern Komplexe Messtechnik, Hydraulik, Edelstahl Schweiz Geräte u.s.w. ohne Beratung und der Möglichkeit der regionalen Unterstützung. Die Händler des EDEs bieten nicht nur Beratung sondern auch Schuhlung – Wartung u.s.w. an.

    Wir sollten mal die Kirche im Dorf lassen.

    Die Grundsätzliche Frage ist doch:
    wie kann der B to C Markt für Verbände oder Unternehmen wie das EDE erschlossen werden. Durch den einzelne Händler oder mit dem Verband / EDE ( Aufwand Kosten zu Ertrag).
    Über die Umsätzung (Toolineo) kann man sicher Diskutieren, aber wer von ihnen der Meinung ist das mehr als 1.000 am EDE angehangene Händler in einem B to C Markt wirtschaftlich präsent sein können sollte sich fragen ob er sich eigentlich in diesem Markt auskennt.

    Wenn es gelingt im B to C die Vorteile des Stationären Fachhändlers auf einer Plattform zu vereine, wäre dieses sehr positiv und würde definitiv einen Mehrwert zu Amazon und Co bedeuten.
    Nicht umsonst versuche OnlineHändler auch Regional präsent zu werden!

    1. “Toolineo ist eine B to C Plattform die vom EDE als Plattform für die Händler entwickelt wurde.” Na ja, eigentlich sollte es laut Werbung “Die erste Adresse für Handwerksbedarf!” werden, also eher B to B. Wir verkaufen jedenfalls nich wie Tollineo an Privatpersonen. Die bestellen 2 Paar Stiefel und schicken dir eins davon zurück. Da ägerst du dich schwarz. Deshalb machen wir das nicht. Wenn alledings Toolineo den ganzen Reklamationskram mit den Bastlern abwickelt (?) ist das natürlich schick für die Händler. Den B to C Markt für uns zu erschließen? Ich weiß nicht, wie das klappen soll. Ein Kolleg sprache neulich mal vom “Häuserkampf”, der nicht zu gewinnen sei. Wir shen das genauso. Da können sich Amazon und eBay drum kloppen. Dann lassen die uns im B to B noch ein bißchen in Ruhe. Hoffentlich.

    2. Guten Tag,

      schauen Sie sich doch bitte mal diese Seite an – http://www.misumi-europe.com/de/
      Wahrscheinlich kennt hier kaum jemand Misumi. Ein reiner Online-Händler mit viel Dienstleistung. Aus meiner Sicht spannend. Die Wachstumsraten sind – s. Unternehmensregister.de – doch recht ordentlich. Vielleicht kann ja jemand, diesen Shop mit bewerten.

      1. Servus Uli, solche und ähnliche Shops gibt es en gros im Netz. Da kannst du die ganzen Über- und Restmengen, Anschnitte, Reststücke, Rücknahmen usw. der Hersteller oder woher auch immer günstig kaufen. Die Qualität muss nicht unbedingt schlecht sein. Der “graue Markt” will doch auch irgendwie überleben. Und die hauen das Zeugs irgendwie sogar raus, in großen Mengen. Wahrscheinlich bleibt das gar nicht in Deutschland oder Europa, sondern wird über dunkle Kanäle in die dritte Welt weiter geschleust. Mein Gott, irgendwie müssen die Maschinen in Ägypten ja auch laufen. Beweisen lässt sich da natürlich nichts und die Hintermänner kennen du und 1000 andere nicht. Die komischen Anwenderberichte auf der Homepage sind wahrscheinlich allesamt gefaket. Jetzt weißt du auch, woher die ganzen Reklamationen bei TOYOTA kommen: Teile von MISUMI ;-)) Aber wehe, du kommst denen mit Rückverfolgbarkeit, ISO Konformität oder so. Dann erlebst du dein ganz persönliches blaues Wunder oder Waterloo – wie du willst. Wenn’s gut läuft kriegst du ein Zertifikat vom TÜV Shanghai. Kannst du dann auch gleich in der blauen Tonne entsorgen. Viel Spaß beim Einkauf.

  22. Der EDE-Branchentreff 2017 ist Geschichte. Kein Sanitärgroßhändler hatte eine Fackel von Amazon mitgebracht (siehe oben). Trotzdem war es wieder stimmungsvoll und interessant, bisweilen auch lustig. Der Bericht in der “markt intern” und dieser Blog waren natürlich ein Gesprächsthema an den Tischen. Allerdings anders, als es sich die Autoren wohl gedacht hatten. An der Sache, wie sie hier und dort kolportiert wurde, ist natürlich nichts dran. KitchenTEC verkauft nicht an Endkunden, die haben auch keine Zugangsdaten. Das hätte den Autoren eigentlich auch auffallen können. Zu erläutern, warum es KitchenTEC gibt, würde hier jetzt zu weit führen. Auf jeden Fall sollten die Autoren wissen, dass die betroffenen Fachhändler im EDE Bescheid wussten und die Aktion nicht etwa hinter dem Rücken der Mitglieder stattfindet, sondern mit deren Zustimmung. Was so alles über Toolineo berichtet wird, entspricht wohl auch nicht immer so ganz der Realität. Wir sind da nicht involviert, aber was wir so von anderen Händlern mitbekommen haben, gibt es intern weit weniger Kritik an dem Projekt als von außen behauptet wird. Was stimmt, ist, daß weder das EDE noch viele der Mitglieder so richtig glücklich sind mit Toolineo. Mal abwarten, wie das EDE darauf reagiert. Daß Wuppertal dort direkt an Endkunden verkauft, stimmt jedenfalls nicht.

    1. Das würde ich gerne nochmal zusammenfassen:

      1. An der Sache ist nichts dran.
      2. KitchenTEC verkauft nicht an Endkunden.
      3. Die Mitglieder wussten das.

      Zu 1.) Natürlich nicht – niemand will eine Mauer bauen 😉
      Zu 2.) Das steht auch nicht in dem Artikel. Es geht darum, dass das EDE gemeinsam mit einem Hersteller ein Online-Direktgeschäft macht und zwar an Kunden die eben nicht die EDE-Händler sind. Ob es sich hierbei um Endkunden oder Küchenstudios handelt ist zunächst sekundär. Es ist in jedem Fall nicht der PVH.

      Zu 3) Es ist nicht auszuschließen, dass es EDE-Händler gibt die es wussten. Das würde es aber sicher nicht besser, sondern höchstens noch bedenklicher machen. Das es die Mehrheit der Händler wusste ist auszuschließen.

        1. In der Tat wäre “Fakten auf den Tisch” sehr wünschenswert.

          Nur eine Beweislastumkehr leuchtet mir nicht ein.

          Mir fehlt allerdings der Glaube, daß sich die Herren der 9. Etage hier im Elfenbeinturm mit Fakten melden werden. Wahrscheinlicher ist irgendwelcher weichgespülter Käse. Wie immer halt.

          1. Muss das EDE beweisen, daß es clean ist? Hmmh! Da werden die sich lieber hübsch bedeckt halten nach dem Motto: Ich streite alles ab (anstatt “Ich nehme alles zurück…”) und behaupte das Gegenteil. Oder noch besser: Ich sage nichts dazu; alles ist geheim und geht euch gar nichts an. Solange da keiner am EDE-Bügeleisen rüttelt und schüttelt, bleibt’s wie es ist. Oder?

          2. Nee, lieber Beobachter, so läuft das nicht vor deutschen Gerichten. Wer hier die Anklage erhebt, muss auch die Beweise liefern, und zwar belastbare Einzelheiten und keine Gerüchte aus der Küche à la “Berichte aus gut informierten Quellen”. Erst dann ist der Beklagte am Zuge und kann sich zur Sache äußern. Von wegen “Beweislastumkehr”. Da hast du wohl etwas in den falschen Hals bekommen. Also: Lennart und die “markt intern” sind am Zuge, mit “Fakten, Fakten, Fakten”, wie Helmut Markwort das immer so schön gesagt hat.

          3. Hallo Rechtslupe, Kitschen Tech, Beobachter und Schlaumeier,
            gleich zu Beginn die Gegenfrage in die Runde: Gehört eigentlich das Kommentieren mit Klarnamen zur Kategorie “Fakten”?
            Aber bitte, zum Kern: Der Artikel birgt, erkennbar z.B. an den Formulierungen (z.B. Verwendung des Konjunktivs, “anscheinend”, “mutmaßlich”, “mysteriös”, etc.), kein explizites Versprechen auf “Beweise”. Grundlagen meiner im Artikel zum Ausdruck gebrachten Meinung und Einschätzung sind, wie in selbigem beschrieben und dargelegt, die von außen verfügbaren, sichtbaren Zeichen und Quellen.
            Ich glaube, die Verwendung von Paraphrasierung justiziabler Notwendigkeiten wie “Beweislastumkehr” sollte an dieser Stelle nochmals überdacht werden. Es gibt keinen “Fall”, es gibt keine “Opfer”, es gibt keine “Zeugen”, keinen “Ankläger” und keinen “Richter”. Zu den Fakten: Was es gibt ist ein etabliertes, großes Unternehmen mit Problemen, digitale (Vertriebs-) Geschäftsmodelle Nahe am Kerngeschäft zu finden und weiter zu wachsen, Händler, die wohl großteils zu klein sind, um im digitalen Wettbewerb bestehen zu können und eine Menge treue warenausgang.com-Leser, denen das Thema offensichtlich so an die Nieren geht, dass wir hier schon 130+x Kommentare haben.
            Danke für die engagierte Diskussion!
            Viele Grüße,
            Lennart

          4. Sehr geehrte Rechtslupe,

            ich war zunächst etwas irritiert, da Sie das gleiche Bildchen wie der Kommentator Beratungswissen benutzen. Das ist etwas unglücklich, da man sonst den Eindruck bekommen könnte das es sich um die gleiche Person handelt. Vielleicht beachten Sie diesen freundlich gemeinten Hinweis. Irgendwie erinnert mich die Tonalität Ihrer Kommentare zudem an einen bereits ausgeschiedenen Teilnehmer.
            Sei´s drum 😉

            @ Herr Paul: Bitte entschuldigen Sie, daß ich in obigem Beitrag von Beweislastumkehr sprach. Das zahlte auf die eingeforderten Beweise ein. Mir ist völlig schleierhaft wie man auf die Idee kommen kann, daß Sie, werter Herr Paul, oder auch markt intern irgendwelche Beweise liefern muß. Weiterhin ist mir unklar welche Beweise für was genau denn überhaupt gemeint sind?
            Vielleicht kann mir die Rechtslupe 🙂 das ja noch transparent machen.

            Aus meiner Sicht sind die Vermutungen sowohl in dem Artikel hier, als auch in dem Artikel bei markt intern erstens eindeutig und zweitens auch als Annahmen beschrieben.

            Was ist also mit Beweis gemeint? Vielleicht ein Ausdruck vom Internet?
            Es kann doch jedermann die von Herrn Paul verlinkte Internetadresse aufrufen. Muss man das beweisen? Bezüglich Toolineo gibt es Unruhe im Markt , bestreitet das irgendjemand?

            Zudem scheint es mir auch so zu sein, daß wir uns hier in einem Blog befinden und gar nicht vor einem deutschen Gericht. Folglich muß Ihnen, sehr geehrte Rechtslupe, auch niemand irgendwelche Beweise liefern. Zumal es noch nicht einmal eine Anklage gibt.

            Analytisch muß man eigentlich sagen, daß es folgende Möglichkeiten gibt:

            1) Weder an den Annahmen zu Toolineo, noch an den Annahmen zu KitchenTEC ist irgendetwas dran.

            2) An den Annahmen zu Toolineo und an den Annahmen zu KitchenTEC ist etwas dran.

            3) Nur an den Annahmen zu Toolineo ist etwas dran.

            4) Nur an den Annahmen zu KitchenTEC ist etwas dran.

            a) Es läßt sich nicht beweisen

            b) Es läßt sich beweisen.

            Spielen Sie, sehr geehrte Rechtslupe, die verschiedenen Varianten gerne einmal durch.
            Auch wenn es nicht in “Ihre Welt” passt, prüfen Sie auch gedanklich einmal die Kombination
            2b).

            Was wäre in diesem Fall?

          5. Lieber Beobachter, die Bildchen vergibt wohl der Blogbetreiber. Ich habe jedenfalls keinen “Untermieter”, von dem ich wüsste. Aber zum Thema: Wenn im Beitrag von einem “Partner in Crime” die Rede ist, dann handelt es sich ja anscheinend um ein “Verbrechen”, von dem hier die Rede ist. Bei einem “Verbrechen” gibt es stets Täter (EDE, Grohe, KitchenTEC), Opfer (Sanitärhändler, EDE-Mitglieder, Verbraucher, Küchenstudios, andere Armaturenhersteller) und Ermittler (Sie, Lennart A. Paul, mi).

            Wenn es weder Fakten noch Beweise und keine Zeugen für das “Verbrechen” gibt, sondern nur die Annahme, dass es stattgefunden hat, wozu braucht es dann die Ermittlungen und eine Beweislastumkehr, die Sie selbst als Begriff in die Diskussion eingeführt haben? Aber dafür haben Sie sich ja bereits entschuldigt. Dann gibt es auch keine Anklage und damit auch kein Gericht. Also alles wieder ganz entspannt. So ein Glück.

            Nun stellen Sie aber an mich die Frage, was in dem Fall wäre, dass es doch Beweise gibt. Ja, was denn nun? Gibt es jetzt “Beweise” (das ungeliebte Wort) für das “Verbrechen” (auch unbeliebt, besser “Crime”, klingt harmloser) oder nicht? Das wird jetzt langsam etwas schwierig für die Leser diese Blogs. Aber egal. Ja, was wäre im Falle der Kombination 2b)? Das weiß ich doch auch nicht. Vielleicht rufen Sie dazu einmal Herrn Dr. Trautwein oder Herrn Dr. Grote an? Die wissen es vielleicht. Oder auch nicht. Sie kennen sich doch so gut aus mit dem EDE, da wird
            Ihnen schon noch etwas einfallen. Herr Paul hat doch seine “gut informierten Quellen”. Vielleicht wissen die eine Antwort? 😉

      1. In Nürnberg hieß es, dass die E-Commerce-Aktivitäten des EDE mit dem Partnerbeirat abgestimmt wären. Mehr können wir dazu im Augenblick nicht sagen. Die Aussage “KitchenTEC bedient ausschließlich den Fachhandel” wurde seitens der EDE-Geschäftsführung bekräftigt.

          1. Hallo Fragezeichen, ich war selbst auf dem Branchentreff und habe mit Kollegen aus dem Haustechnikbereich gesprochen. Demzufolge wurden alle Haustechnikhändler über KitchenTec vorab informiert und es gab null Händlerbeschwerden. Also, alles ist gut. Legt euch wieder hin.

    2. Hallo Küchentechnik,
      vielen Dank für die engagierte Berichterstattung! Es klingt, als wärest du direkt dabei gewesen. Ich freue mich, dass es eine gute und gelungene Veranstaltung war. Dann ist ja alles gut, wenn alle Bescheid wussten! Dann hätte man ja mit den Fackeln ein Friedensfeuer, vielleicht auch ein Friedenspfeifchen anzünden können.

      Deine Kommentare zu Toolineo finde ich interessant. Lies sie doch selbst noch mal durch. Für mich liest (interpretiert) sich das so:
      1) Beim EDE finden Toolineo garnicht viele doof, der Lennart behauptet das immer nur!
      2) Wir haben ja nix damit zu tun!
      3) Beim EDE finden doch viele Toolineo eigentlich irgendwie doof.

      Viele Grüße,
      Lennart

      1. Ich kann die Widersprüche aufklären:
        1) Laute Kritik hört man nicht. Wenn’s die gibt, sind die Beiräte in den betroffenen Fachbereichen zuständig, das zu diskutieren. Aber dort ist alles vertraulich. Tatsächlich gibt es auch einige Befürworter von Toolineo im EDE.
        2) Wir selbst verkaufen Haustechnik und keinen Handwerkerbedarf. Deshalb ist Toolineo für uns uninteressant.
        3) Tatsächlich gibt es auch Kritiker von Toolineo im EDE. Ein Werkzeughändler aus Westfalen soll in seinem Kollegenkreis von Mobbing berichtet haben, weil er angeblich auf Toolineo Produkte unter Einstandspreis verkauft haben soll. Da soll auch Druck auf die Leferanten und auf den EDE aufgebaut worden sein. Aber nichts genaues weiß man nicht und wir schon gar nicht.

  23. Amazon ist gut für Standardprodukte, C-Artikel, aber nicht bei Systemlösungen für komplexere Anforderungen und Problemstellungen. Da braucht es den persönlichen Kontakt, Beratung zu Entwicklungen und Neuerungen, manchmal auch juristischen Anforderungen. Hier macht dann der Außendienst seine Arbeit und schafft Mehrwerte. Das sind dann die Fachhändler und vor allem Direktverkäufer. Online wird wichtiger, wird den persönlichen Kontakt nie ersetzen, aber unterstützen. Interessanter sind intelligente Systemlösungen, die nicht nur bedeuten einen Kauf zu tätigen (das kann Amazon gut), sondern der Kundschaft hilft Probleme in Arbeitsprozessen zu lösen, bzw. zu vereinfachen. Damit tritt dann auch der Artikelpreis in den Hintergrund. Hier dürften in Zukunft revolutionäre digitale Geschäftsmodelle entstehen. Nicht in einem für sich alleine stehenden Onlineshop.

    1. Da stimme ich Ihnen zu 100% zu duch inteligente Vernetzung Kunde Händler Hersteller Aussendienst bestehen bedingt durch die optimierung der prossese mittels 4.0 eine bis dato ungenutzte resorce.

      1. Wir haben jetz ein BI-system gekauft, damit wir mal besser analisieren können, was eigentlich abgeht. Die Zahlen, die das rauskommen sind spannend. Besonders für den Außendienst. Aber die ganzen Daten dahinter must du erstmal eingeben, sonst kommt nur Grütze raus. Mit der Vernettzung zum Kunden ist das auch schwer. Die Kleinen können das nicht und sehen auch keinen nutzen und die Großen machen dir unendlich Vorschriften, was du alles beachten sollst. Wir sprechen deshalb immer vorher ganz genau ab, was der Kunde eigentlich von uns will.

  24. Um für den EDE eine Lanze zu brechen. Für das TOOLINEO Geschäft braucht es eigentlich keine Händler. Wenn ich einen Artikel bestelle ist es doch völlig egal woher der kommt. Der Preis muss stimmen und er soll schnell bei mir sein. Was ist daran dann regional? Was ist an Amazon, oder ebay regional? Dann wäre es doch eigentlich nachvollziehbar wenn der EDE auf TOOLINEO aus dem eigenen Lager direkt verkauft. Welchen Mehrwert bieten dabei die Händler?

    1. Hallo *Peter*! Unser Mehrwert bestünde theoretisch in der Beratung und Auswahl des richtigen Produktes. Wir könnten Alternativen benennen oder über die Einsatzzwecke informieren. Wenn dann am Ende allerdings nur einmalig 145,00 € Umsatz oder so dahinterstehen und der Kunde bei uns nicht gelistet ist, rechnet sich der Aufwand kaum noch. Außerdem ist das alles auf einem Marktplatz schwer zu vermitteln. Sie haben Recht: Den Kunden intereressieren in erster Linie der Preis und der Liefertermin. Die Handwerker wissen ja auch meistens, was sie wollen. Wen sollen wir also groß beraten? DIY-Privatleute können bei uns nicht einkaufen (ganz bewußt wegen der Umtauscherei) und bei Toolineo auch nicht. Außerdem gehen die sowieso meistens in den Baumarkt, weil sie die Ware da gleich anschauen und mitnehmen können. Die Geschäftskunden kommen zu uns, wenn es nîcht nur der Standard sein soll oder wenn spezielle Fragen auftauchen oder wenn sie ein Werkzeug mieten möchten. (Geht im Baumarkt auch schon.) Und dann mußt du trotzdem sofort liefern können und der Preis muß stimmen. Der regionale Charakter, der uns wichtig ist, kommt meistens über nur über den telefonischen Innendienst und den Außendienst zum Tragen, halt von Mensch zu Mensch, gleich um die Ecke usw.

    2. Welchen Mehrwert bieten dabei die Händler? Richtig im B to C keinen (Toolinei). Aber ist das nicht identisch bei Portale die im B to B Bereich (Amzon) ohne regionalem Vertrieb und ohne Beratung agieren? Hier geht es doch auch nur um den Preis und nicht um Mehrwert. Warum bieten die den bei B to B günstiger an als auf ihrer B to C Plattform.

    3. Hallo Peter,
      vielen Dank für den Kommentar, brich die Lanze! Er zählt für mich zu den besten Kommentaren bislang.
      Ich sehe das ganz ähnlich wie du. Würde man unbeteiligte (i.S.v. unvorbelastete) Dritte auf der grünen Wiese mit den vorhandenen Assets des EDE ein digitales Geschäftsmodell (Online-Shop) bauen lassen, wäre meine Hypothese, dass diese das Sortiment (resp. Einkaufsvolumen, Einkaufsmacht), die Logistik und die (von mir spekulativ angenommenen) finanziellen Mittel nehmen würden, die über 1.000 Mitglieder aber wohl eher außen vor gelassen würden – wie gesagt, für ein digitales Geschäftsmodell.
      Viele Grüße,
      Lennart

      1. Hallo Lennart,

        mag sein, dass Unbeteiligte dass so machen würden. Aber das ist doch pure Theorie. Ohne seine Händler (Einkaufsmacht) kann das EDE dicht machen, also werden die ihre Mitglieder (bzw. deren Umsätze) mitnehmen, egal wohin. P.S. Hier wurde ja auch schon von anderen (“Stern”) gesagt, dass ein Online-Shop kein digitales Geschäftsmodell ist, sondern Copy & Paste von Bekanntem, selbst wenn’s auf der Grünen Wiese stattfindet.

  25. Das kann ich so bestätigen. Solange ausschließlich die Händler die Preise bestimmen, bewegt sich Toolineo – zumindest das Wettbewerbsrecht betreffend – im grünen Bereich, sobald sich da im Vorfeld untereinander ausgetauscht wird oder Preise ohne den Einfluß der Händler abgegeben werden, wird es kritisch. Wenn es dafür mehr als Anzeichen oder sogar bereits Belege gibt, würde ich zu einer außergerichtlichen Abmahnung dieses Wettbewerbsverstoßes tendieren. Der Marktplatz ist dann aufgerufen, diese Abmahnung als unberechtigt abzuweisen oder mit Unterlassung auf die Abmahnung zu reagieren. Auf jeden Fall sollten Sie einen Fachanwalt einschalten. Unsere Adresse finden Sie bei Google ziemlich weit oben in der Trefferliste. Mehr Werbung ist uns nicht gestattet.

  26. Hallo Frank. Ich glaube auch, daß Würth im Bereich der Handwerker sowie der kleineren und mittleren Fertigungsbetriebe weiterhin Potential hat. Die Landkarte (https://www.wuerth.de/web/de/awkg/niederlassungen/niederlassungsfinder/niederlassungsfinder.php) ist mit 450 Niederlassungen gut gefüllt. Es gibt Click & Collect, es gibt den Sofort-Service, es gibt die Abo-Bestellung, es gibt den Live-Check, es gibt das Orsy-System, es gibt sowieso den Online-Shop usw. Und dann ist da noch Wucato als Online-Beschaffungsplattform. Mehr Antworten auf und Alternativen zu Amazon & Co. kann man im Augenblick kaum geben. Die stets gleich sortierten 5.000 Artikel für den Sofortbedarf der Kunden in den Niederlassungen bieten natürlich nur eine beschränkte Vielfalt und sind beilebe nicht “Alles für alle, überall”. Auch mit den 125.000 Produkte im Background kann man einfach nicht jeden Bedarf erschlagen. Deshalb brauchen die anspruchsvolle Kunden zusätzlich auch weiterhin die spezialisierten Fachgroßhändler in den einzelnen Artikelgruppen, denn die Anzahl der gesuchten karierten Maiglöckchen wächst exponentiell. Die eierlegende digitale Wollmilchsau ist also leider (oder zum Glück für den Wettbewerb) noch nicht erfunden. Aber warum soll die Hartwarenwelt nicht auch weiterhin so bunt bleiben wie sie ist? Dann ist für jeden Platz genug vorhanden.

  27. Hallo Schlaumeier die eierlegende digitale Wollmilchsau wird es so auch nicht geben. Der persönliche Kontakt wird immer bleiben, aber dann eben geschickt ergänzt mit den anderen Kanälen und Services (digital und nicht digital) die tief in die Prozesse des Kunden eingreifen. Dafür braucht es beratenden und prozesskompetenten Vertrieb.
    Ein reiner Onlinehändler, z.B. aus Berlin hat da nix zu bieten.
    Klar ein kapitalstarker Pure Player Amazon kauft sich dann eben einfach eine Vertriebsmannschaft, oder kauft einen Händler mit flächendeckender Mannschaft vom Markt.
    Kleinere Händler haben da vielleicht im Ansatz einen Vertrieb, aber denen wiederum fehlt das Kapital um digitale Prozesslösungen zu entwickeln.

  28. Hallo Frank. Da stimmt alles, was du schreibst. Aber such mal den “prozesskompetenten Vertrieb” bei vielen kleinen Händlern. Die haben doch als Jobanbieter am Arbeitsmarkt überwiegend kaum eine Chance mehr, vor allem in den Ballungsgebieten, wo aber andererseits die meisten guten Kunden sitzen . Gute Vertriebler zu finden gleicht doch mittlerweile dem Lottospielen. Ausbilden ist gut, dauert aber eine Weile. Und wenn die Abschlussnoten der Azubis mal sehr gut sind und sich Talent zeigt, wollen die gleich den Bachelor oder den Master machen. Dann kannst du warten und hoffen, ob die jemals wieder zu dir zurückkommen. Und ob sie dann noch ins Gehaltsgefüge passen? Meistens eher nicht.

  29. Hallo Schlaumeier das stimmt. Deshalb haben aber kleine Händler auch keine Chance mehr. Deren Uhr tickt und ist am ablaufen. Zurück bleiben die großen. Ich meine die richtig großen. Und Händler, Hersteller etc. werden sich nicht zusammentun. Da ist sich doch jeder der nächste.

  30. Lieber Frank, die kleinen Händler haben eine Chance, aber nur, wenn sie sich nur genügend spezialisieren und ihre Kunden als Problemlöser mit viel Knoff-hoff rund um die Uhr mit vielen Gefälligkeiten beglücken. So kannst du auch Monopolist werden. Sorgen mache ich mir um die mittelgroßen und größeren Betriebe. Die werden von den richtig großen kräftig in den Schwitzkasten genommen. Aber vorerst ist das noch zu früh, die Särge zu bestellen. Das sind alles Familienunternehmen. Die haben Erfahrung, sind sturmfest und werden kämpfen wie Löwen, um nicht die letzten Vertreter in der Dynastie zu sein. Da müssen sich Jeff Bezos und seine Kumpanen auf der einen und die Hoffmanns und Würths auf der anderen Seite auf harte Abwehrschlachten bis zum letzten Blutstropfen einstellen. Freiwillig und kampflos wird da keiner das Feld räumen. Momentan bläst auch die Konjunktur gleichmäßig Rückenwind in alle Geschäfte. Und dann sprechen wir immer über Menschen, die miteinander Geschäfte machen. Vielleicht haben die auch einmal die Schnauze voll von den ganzen Onlineportalen. Zudem haben auch viele Einkäufer Angst vor den ganz Großen. Mit einem Mal sitzt die Macht nämlich auf der anderen Seite des Tisches. Wer will das schon?

    1. Hallo Klartext,
      ich verzeihe dir und danke für die guten Wüsche. Anscheinend ist dir ja sehr daran gelegen, dass jemand “das EDE von vorne nimmt” (“Hau rein und good luck”). Da muss ich dich jetzt enttäuschen, denn ich wüsste nicht, was ich “liefern” sollte (verzeih’ mir). Habe ich zwischen den Zeilen eine große Enthüllung angekündigt oder ist das vielmehr die Leserinterpretation, die sich in vielen Kommentaren widerspiegelt? Wie du in den 130+x Kommentaren hier erkennen kannst, habe ich mich am “rumsabbeln” nicht beteiligt, lediglich kurzzeitig zur Räson gerufen und Komplimente für diametrale Standpunkte verteilt.
      Wenn dir diese Antwort nicht genügt, lass uns den Diskurs hier fortsetzen.
      Viele Grüße,
      Lennart

  31. Hallo Lennart du fährst gerne ein loses und volles Mundwerk gegen Marktteilnehmer die was investieren und riskieren. Wo sind denn Deine Lösungen und Eigenerfahrungen in digitalen Transformation. Über andere reden und herziehen und klugscheisserisch reden, oder schreiben ist noch keine überzeugende Antwort. Nicht schwätzen, liefern. Oder schweigen. Große Erkenntnisse gewinne ich von dir nicht überzeugend. Schwätzer gibt es genug. Der EDE hat ein laufendes Geschäft und muss die Zukunft gestalten. Du beurteilst, nein verurteilst in gemeinster Weise OHNE eigenen “Track Record”.

    1. Hallo rrrr,
      vielen Dank für den Kommentar. Kannst du mir bitte ein Beispiel geben, gegen welche(n) Marktteilnehmer “die was investieren und riskieren” ich im Speziellen deiner Meinung nach etwas habe? Dann können wir den Diskurs gerne fortsetzen.
      Viele Grüße, Lennart

    1. Vielen Dank für die Aufklärung. Ich berichte grundsätzlich überaus positiv und wohlgesonnen über Unternehmen, die etwas riskieren und investieren. Contorion mit Project A als Leadinvestor z.B., hier bin ich ja als Fanboy bekannt. Eriks mit Zamro. Zeppelin mit ZLab bzw. Klickrent. Oder misst du hier mit zweierlei Maß? Dies, mein lieber rrrr, würde unsere Diskussion im Keim ersticken, ja zumindest sehr erschweren.

      Im von dir speziell angesprochenen Fall EDE habe ich ja bislang mit keiner Zeile erwähnt, dass es dumm ist, etwas zu riskieren und zu investieren. Es ist sogar bitter notwendig. Mit 5 Mrd. EUR Handelsvolumen ist das EDE ein wichtiger Marktteilnehmer, der, sollte er seine Führungspositition verteidigen wollen, grundsätzlich immer investieren und riskieren muss. Die Zeiten risikoarmer Investitionen in der Wirtschaft, die großes Wachstum versprechen, sind vorbei bzw. die gab es noch nie. Allerdings, wäre es mein Risiko und mein Investment, ich würde es nicht in Toolineo stecken. Und hätte ich es dort reingesteckt, z.B. aus Ermangelung an Alternativen, hätte ich es mitterweile wieder herausgezogen. Die Hersteller mit Procato waren da schlauer, da sie relativ schnell gemerkt haben, dass sie nicht der “Sunk Cost Fallacy” erliegen sind: https://www.logicallyfallacious.com/tools/lp/Bo/LogicalFallacies/173/Sunk-Cost-Fallacy
      Viele Grüße,
      Lennart

  32. Lennart mir ist nicht nachvollziehbar was ein Investment in einen Online Shop wie Zamro, Contorion attraktiver machen sollte. Ich für meinen Fall würde da kein Geld reinstecken. Der EDE muss sich selbst finanzieren.
    Und überschätze die Schlauheit der Hersteller nicht. Procado wollte den sortimentsbezogenen “Direktvertrieb” ermöglichen. Ein bekannter an Procado beteiligter Hersteller hat mir verraten, dass sich die nicht aus “Schlauheit” zurückgezogen haben, sondern aus Unfähigkeit zur Kooperation.

  33. Lennart ich wollte noch ergänzen. Glaubt man MI, dann hat Hoffmann (denen Du mit >100 Mio€ für Contorion ja grenzenlose Weisheit und Schlauheit zuschreibst) auch Procado gekauft. Was ist daran schlauer als die EDE Aktivitäten mit Toolineo.

Schreibe einen Kommentar zu Ulrich L. Manz Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.